30.10.2020 05:54 |

Länder sperren zu

So versucht Europa die zweite Welle zu brechen

Frankreich sperrt heute, Deutschland am Montag zu. In beiden Ländern wird das öffentliche Leben weitgehend lahmgelegt, die Gastronomie muss schließen, Schulen sollen aber offen bleiben.

Die Kontakte der Menschen müssen um 75 Prozent reduziert werden, um das Virus zu stoppen, heißt es aus Deutschland. In ungewohnter Einheit beschlossen Kanzlerin und Ministerpräsidenten harte Maßnahmen, die ab Montag gelten. Nur kurze Zeit später zog, wie berichtet, Frankreich nach. In beiden Ländern steigen die Neuinfektionen drastisch – der Lockdown 2.0 soll nun die Antwort darauf sein.

Verzicht auf Reisen
Unterschiede in der Herangehensweise gibt es wenige, beide Länder wollen das öffentliche Leben still liegen, Schulen und Kindergärten dürfen aber offenbleiben. Das darf in Deutschland - unter Auflagen - auch der Groß- und Einzelhandel, in Frankreich hingegen müssen „nicht unentbehrliche Geschäfte“ schließen. Auf Reisen in andere Regionen soll in beiden Ländern verzichtet, die Arbeit wieder nach Hause verlegt werden. Die Maßnahmen gelten jeweils für vier Wochen.

Veranstaltungsbranche in der Bredouille
Dabei wird die Gastronomie, Hotellerie und Kulturbranche erneut auf eine harte Probe gestellt. Viele Betroffene machten auf ihre Situation aufmerksam - in Berlin etwa wurde die Veranstaltungsbranche symbolisch zu Grabe getragen. Damit das nicht real wird, sollen jene Unternehmer, die von der Schließung betroffen sind, entschädigt werden: Kleinere Betriebe sollen bis zu 75 Prozent des Umsatzes vom November 2019 erhalten, größere Betriebe bis zu 70 Prozent.

Italiens Premier schließt erneuten Lockdown aus
In Italien halten die Demos gegen die verschärften Corona-Auflagen noch immer an, ein Nothilfe-Paket von mehr als fünf Mrd. Euro soll die Folgen der jüngsten Beschränkungen abfedern. Premier Giuseppe Conte versicherte indes, dass vorerst kein gesamtstaatlicher Lockdown bevorstehe.

Kronen Zeitung

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