Im September 2005 hatte der Mechanikerlehrling beide Arme durch einen Stromschlag von 20.000 Volt verloren. Sein junges Leben änderte sich daraufhin radikal. Als Schwerbehinderter war der 22-Jährige fortan nicht nur beim Essen und Trinken auf Hilfe angewiesen.
Medizinische Sensation
Vor zwei Jahren stand er dann im Mittelpunkt einer medizinischen Sensation: An seinem linken Schultergelenk und am rechten Armstumpf wurden zwei Hightech-Prothesen angebracht. Die Leistung der Ärzte und Techniker gipfelte darin, dass der Oststeirer die komplexe Apparatur aus Metall, Chips und Drähten von nun an mit seinen Gedanken steuern konnte. Im Vorjahr schaffte der Invalide schließlich die lang und heiß ersehnte Führerscheinprüfung mit Bravour: "Ein unbeschreibliches Glücksgefühl", sagte er damals.
In brennendem Wrack gefangen
Am Dienstag kurz nach 7 Uhr früh traf das Schicksal den tapferen Oststeirer zum zweiten Mal: Auf der L401 bei Leitersdorf im Bezirk Hartberg kam er mit seinem Auto von der Straße ab und krachte gegen den Baum. Das Fahrzeug geriet in Brand, der 22-Jährige war eingeklemmt. Ein Autolenker hielt an, löschte und leistete Erste Hilfe. Mit Bergescheren musste der Schwerstverletzte von der Feuerwehr aus dem Wrack geschnitten werden.
Zustand kritisch
Der 22-Jährige wurde ins LKH Graz geflogen und dort notoperiert. Nach Informationen der "Steirerkrone" hatte er ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten und schwebte auch am Mittwoch noch in Lebensgefahr. Als Unfallursache vermutet die Polizei überhöhte Geschwindigkeit.
von Eva Molitschnig ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
Bild: FF Bad Waltersdorf








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