Also, die Steiermark könnte Vorreiter sein. Bei einer Reform, die Experten ohnehin für notwendig erachten. Gesundheits- und Pflegeressort in einer Hand. Das wäre - vom Budgetvolumen her - ein Gigantenunternehmen. Kehrseite: Dort wird auch das schmerzhafteste Einspar-Volumen nötig sein. Das durchzuziehen, traut man am ehesten Siegi Schrittwieser zu, der als Soziallandesrat in die Materie eingearbeitet ist.
Bettina Vollath, die das schwierige Gesundheitsressort ein knappes Jahr vor der Wahl übernehmen musste, bekommt im Abtausch dafür das Personal. Um als rote Zukunftshoffnung entsprechend öffentlichkeitswirksam zu bleiben, darf sie von Manfred Wegscheider das Sportressort übernehmen. Elisabeth Grossmann wiederum soll die Bürde des Bildungs- und Jugendressorts von den Schultern genommen werden, dafür könnte sie das Umweltressort erben.
Für Franz Voves blieben die Agenden des Landeshauptmannes und für einen Teil der Gemeinden. Wobei es dem Vernehmen nach intensive Überlegungen gibt, den bei Bürgermeistern ungeliebten Tausch rückgängig zu machen, der ja die ÖVP-dominierten Gemeinden dem SPÖ-Chef unterstellte, dafür die roten Gemeinden Hermann Schützenhöfer. Letzterer fühlt sich nach wie vor sehr wohl als oberster Touristiker. Angenehmer Nebeneffekt: Viel Platz im Rampenlicht bei der Ski-Weltmeisterschaft 2013 in Schladming.
Dafür könnte Kristina Edlinger-Ploder nach einer Pause von einer Periode erneut zum "Finanzminister" der Steiermark avancieren. Ein Job, den sie schon in den Jahren 2003 bis 2005 nach dem Abschied von Herbert Paierl überzeugend machte.
Christian Buchmann wiederum könnte künftig zu den Wirtschaftsagenden noch die Kultur übernehmen. Eine Aufgabe, die ihm schon als Grazer Kulturstadtrat viel Applaus - so gehört sich's auch in der Kultur - eingebracht hat. Für den - von Abschiedsgerüchten umrankten - Hans Seitinger bliebe weiter das Landwirtschaftsressort, und auch seine Co-Zuständigkeit im Umweltressort ist dem Vernehmen nach für niemanden ein Problem.
Womit wir beim Letzten im Bunde, Gerhard Kurzmann, wären. Der könnte schlüssig die Nachfolge seines Vorgängers antreten. Leopold Schöggl war ja bis 2005, bis die FPÖ aus dem Landtag flog, steirischer Verkehrslandesrat. Ob man dem blauen Chef auch die Wohnbauagenden anbietet, ist schließlich noch Verhandlungsmasse.
"Steiermark Inoffiziell" von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"








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