12.10.2020 00:02 |

Blaue Bastion gefallen

SPÖ holt sich in Simmering den Bezirkschef zurück

Bei der Bezirksvertretungswahl am Sonntag ist der elfte Wiener Gemeindebezirk Simmering wieder rot geworden. Die SPÖ landet laut dem vorläufigen Endergebnis mit 41,57 Prozent der Stimmen deutlich auf Platz eins. Das ist ein Plus von 0,74 Prozentpunkten. Die Roten werden damit künftig dort den Bezirksvorsteher stellen, die Wahlkarten werden daran nichts mehr ändern.

Denn die FPÖ folgt weit abgeschlagen auf Platz zwei. Ihre 29,98 Prozent Stimmanteil bedeuten ein Minus von 11,78 Prozentpunkten. Für die SPÖ heißt dies, dass die Rückeroberung der einstigen roten Hochburg Simmering geglückt ist. Bei der Wahl im Jahr 2015 wurde die FPÖ auf Bezirksebene stimmenstärkste Partei. Sie stellte dort fünf Jahre lang mit Paul Stadler den ersten freiheitlichen Bezirksvorsteher in Wien.

Auch Leopoldstadt wieder rot
Auch in der Leopoldstadt ist es der SPÖ gelungen, den Bezirk zurückzuerobern. Dort regierte seit der Wahlanfechtung 2016 die grüne Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger. Klare SPÖ-Triumphe gab es in den Bezirken Landstraße, Wieden, Margareten, Mariahilf, Alsergrund, Favoriten, Meidling, Penzing, Rudolfsheim-Fünfhaus, Ottakring, Hernals, Brigittenau, Floridsdorf,Donaustadt und Liesing.

Innere Stadt geht klar an die ÖVP
Die Innere Stadt (1. Bezirk) konnte dagegen ÖVP-Bezirksvorsteher Markus Figl klar verteidigen. Er kommt laut dem vorläufigen Endergebnis auf 37,1 Prozent (+13,4 Prozentpunkte). Auch in Döbling bleibt die Volkspartei bei der Bezirksvertretungswahl an der Spitze (39 Prozent). Und auch Hietzing ging klar an die ÖVP. 

Grüne verteidigen Neubau und Währing
Die Grünen dürften sich mindestens über zwei Bezirkschefs freuen - Neubau und Währing konnten verteidigt werden. 

Unterdessen wackelt die ÖVP-Regentschaft in der Josefstadt. Denn laut vorläufigem Urnengang-Endergebnis der Bezirksvertretungswahlen liefern sich die Türkisen im 8. Bezirk mit den Grünen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Volkspartei mit Bezirksvorsteherin Veronika Mickel erreichte vorerst 30,19 Prozent - dicht gefolgt von den Grünen, die auf 29,50 Prozent kamen. Laut SORA-ORF-Hochrechnung dürften die Grünen inklusive Wahlkarten den Bezirk am Ende erobern können. Demnach kämen die Grünen letztendlich auf 31,1 Prozent, die ÖVP auf 30,1 Prozent.

Sollte es tatsächlich so kommen, hieße der künftige Josefstädter Bezirksvorsteher Martin Fabisch. Er ging als grüner Spitzenkandidat ins Rennen. Der 8. Bezirk war schon einmal grün regiert: Die Grünen konnten den Bezirk 2005 erstmals erobern. Nach parteiinternen Zerwürfnissen ging der Achte allerdings bei der nächsten Wahl wieder an die Volkspartei verloren.

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