Weniger Einbrüche

Kriminalstatistik: Verbrechen im Internet nehmen zu

Österreich
07.10.2010 19:09
Die heimische Exekutive kann bislang auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken: Einbrüche und Autodiebstähle wurden landesweit eingedämmt, die Zahl der Ladendiebstähle ging deutlich zurück. Die Kehrseite der Medaille: Es gab in ganz Österreich mehr Gewaltdelikte – und immer öfter weichen Kriminelle ins Internet aus.

Dämmerungseinbrecher – gerade in dieser Zeit ein großes Thema. Der am Montag stolz verkündete Rückgang (rund 50 Prozent) der Autodiebstähle ließ für die Gesamtstatistik einiges erwarten. Und tatsächlich ist die Kriminalität landesweit in diesem Jahr bislang um 9,5 Prozent gesunken. Vor allem in Salzburg (12,5 Prozent), in Niederösterreich (12,4 Prozent), Oberösterreich (minus 11,7 Prozent) und in der Bundeshauptstadt (10,4) hat man den Verbrechern erfolgreich Paroli geboten.

Weniger Einbrüche
Besonders hervorzuheben sind dabei die gesunkenen Einbruchszahlen: Gab es im Vergleichszeitraum 2009 landesweit noch 5543 Anzeigen wegen Coups in Wohnhäusern, so sind es in diesem Jahr bislang um 2267 weniger. Ähnlich das Bild bei Wohnungseinbrüchen (Rückgang von rund 20 Prozent).

Generalmajor Gerhard Lang vom Bundeskriminalamt: "Das ist großteils der erfolgreichen Operation Java Anfang des Jahres zuzuschreiben. Die Strukturen der Georgier-Mafia wurden damit spürbar geschwächt." Was auch am deutlichen Rückgang der Ladendiebstähle zu sehen ist (30 Prozent weniger).

Dennoch gibt es für die heimische Exekutive einiges zu tun: Gewaltdelikte nahmen zu – und auch das Problem Internetkriminalität wird ein immer größeres.

Von Klaus Liobnegger, Kronen Zeitung

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