05.10.2020 05:00 |

Nachhaltigkeit

Beim Fischkauf auf Kennzeichnung achten!

Die Fischbestände müssen gezielter geschützt werden, damit auch unsere Kinder und Enkelkinder noch intakte Meere vorfinden können. Die MSC und ASC Siegel helfen dabei.

Etwa neun von zehn Österreichern wünschen sich bessere Informationen beim Einkauf, um auf nachhaltigen Fisch setzen zu können. Die Mehrheit sieht Verschmutzung und Überfischung als größte Bedrohung der Ozeane, wie eine Umfrage des Marine Stewardship Council (MSC) zeigt. Mehr als die Hälfte der Befragten hat in den vergangenen fünf Jahren ihren Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten verändert.

Nur nachhaltigen Fisch auf die Speisekarte
85 Prozent der Fischesser hierzulande stimmen der Aussage zu, dass Restaurants nur Gerichte mit nachhaltig gefangenem Fisch anbieten sollten. Und ebenso viele erwarten sich auch bei Supermärkten dieses Angebot.Sechs von zehn Befragten gaben an, ihr Einkaufsverhalten in den vergangenen zwölf Monaten geändert zu haben - mit sichtbaren Unterschieden zwischen den Altersgruppen: Während bei den 18- bis 24-Jährigen mehr als 70 Prozent aussagten, die Art ihres Fischkonsums im vergangenen Jahr bewusst geändert zu haben, waren es bei den über 55-Jährigen „nur“ - oder immerhin - 55 Prozent.

Auch der Klimawandel spielt eine Rolle
In der Untersuchung, die in 23 Ländern durchgeführt wurde, beleuchtete man nicht nur die Einstellung zum nachhaltigen Fischangebot im Supermarkt oder Restaurant. Gefragt nach der Sorge um Auswirkungen des Klimawandels auf die Ozeane spielen Verschmutzung (etwa durch „Meeresplastik“) und „Überfischung/Rückgang von Fischarten“ nach wie vor die größte Rolle.

Siegel soll Sicherheit geben
Seit 20 Jahren ist das blaue MSC-Siegel (erkennbar an stilisiertem Fisch und „Check“-Haken) auf dem österreichischen Markt und die Wiedererkennung erfreulich hoch: 69 Prozent der Österreicher kennen das MSC-Siegel, 12 Prozent haben ihren Fischhändler oder Supermarkt gewechselt, um Zugriff auf ein nachhaltigeres Fisch-Sortiment zu haben oder sind auf andere, mutmaßlich weniger überfischte Arten umgestiegen.

Karpfen, Forelle und Saibling haben in Österreich nicht nur zu Weihnachten Tradition. Aber ist Genuss ohne Reue angesichts weltweit überfischter Meere möglich? „Jeder kann einen Beitrag leisten, ohne auf die Wasserbewohner verzichten zu müssen. Bewusste Kaufentscheidungen machen den Unterschied“, erklärt WWF-Meeresexperte Axel Hein. Der neue Online-Service bietet hier einfache Orientierung und köstliche Rezepte europäischer Köche. Der WWF empfiehlt heimischen Bio-Fisch. Aber auch das MSC-Siegel für Meeres-Wildfang und das ASC-Siegel für Zuchtfisch in Aquakulturen sind eine nachhaltige Wahl.

Karin Rohrer-Schausberger, Kronen Zeitung

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