Erst vor wenigen Tagen hatten Verkehrsexperten aufhorchen lassen: Staatliche Anti-Alkohol-Kampagnen ließen die meisten Lenker völlig unbeeindruckt und hätten nicht zum gewünschten Rückgang bei Unfällen geführt, so deren Behauptung. Der Verkehrsclub Österreich hat jetzt recherchiert, wie es tatsächlich um den Umgang mit Alkohol hinterm Steuer bestellt ist.
Schlecht!, so die Kernaussage der Studie, für die man die Unfallzahlen zwischen 2005 und 2009 ausgewertet hat. Demnach kamen wegen betrunkener Lenker in den vergangenen fünf Jahren in der Steiermark 49 Menschen ums Leben, 3.178 (!) wurden verletzt. Dabei sei ein deutlicher regionaler Unterschied festzustellen, schreiben die Autoren um Martin Blum und Christian Gratzer in ihrer aktuellen Untersuchung.
Neun Tote im Bezirk Weiz
Den höchsten Blutzoll gab es im Mini-Bezirk Weiz: Neun Menschen kamen bei von Alkolenkern verursachten Verkehrsunfällen ums Leben. Hoch ist die Todesrate auch in Deutschlandsberg und Feldbach (sechs) sowie in Liezen und Hartberg (fünf). Christian Gratzer: "Trotz dieser erschreckenden Zahlen ist es erfreulich, dass es in Graz, Leoben, Judenburg und Fürstenfeld keinen einzigen tödlichen Crash gab."
Insgesamt seien sieben Prozent der Unfälle auf Alkoholkonsum zurückzuführen. Am höchsten ist der Anteil in den Bezirken Radkersburg mit zwölf und Feldbach mit 11,2 Prozent, am niedrigsten in Graz mit 3,3 Prozent, so der Verkehrsclub.
von Gerald Schwaiger und Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"








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