Extra Bäderkarte

18.000-€-Zuckerl für die IKB durch das Freizeitticket

Tirol
06.10.2010 16:41
Die Innsbrucker Kommunalbetriebe sind heuer mit drei Hallenbädern und zwei Freibädern beim Freizeitticket dabei. Allerdings sind die Kassensysteme mit jenen der 12 Bergbahnen nicht kompatibel. Das bedeutet, die Besitzer des Freizeittickets müssen eine Bäderkarte lösen, die zwei Euro extra kostet. Die Betreiber verteidigen die Gebühr. Sie decke nicht im Ansatz die anfallenden Kosten.

In letzter Minute ist es heuer gelungen, das Freizeitticket mit seinen 12 Partnerbetrieben auf die Beine zu stellen. "Und durch die Hereinnahme der drei Innsbrucker Hallenbäder (Amras, Hötting, O-Dorf) hat es auch zusätzlich an Attraktivität gewonnen", sagt Thomas Schroll, Geschäftsführer der Nordkettenbahnen.

Er bittet um Verständnis, dass die Kunden heuer zwei Euro zusätzlich zahlen müssen, wenn sie sich die Bäderkarte holen, die mit Vorlage des Freizeittickets erhältlich ist. Diese allein berechtigt nicht zum kostenlosen Eintritt in die Bäder. Weil alles schnell gehen habe müssen, konnten die Kosten nicht mehr in den Verkaufspreis eingerechnet werden, erläutert Schroll.

Für die Kommunalbetriebe bedeute das zusätzlichen Aufwand, wenn bis zu 10.000 Besitzer von Freizeittickets ihre Bäder-Karten abholen wollen. "Die eingehobenen zwei Euro decken natürlich die Kosten bei weitem nicht", erklärt Karlheinz Bader von den Innsbrucker Kommunalbetrieben. "Es ist eine einmalige Gebühr, die Karte kann jedes Jahr verlängert werden", sagt Bader. Auch er bittet um Verständnis, weil die Kunden möglicherweise bis Dezember warten müssen, bis sie die Jahreskarte in den Händen halten. Grund seien Schwierigkeiten beim Kassenlieferanten. "Die Kunden haben aber selbstverständlich Zutritt zu allen Bädern", betont Bader.

von Philipp Neuner, Tiroler Krone

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