Worum es geht: Waffen bringen Bazil öfter Unglück. Als er noch ein Kind ist, stirbt sein Vater durch eine Mine in der nordafrikanischen Wüste, woraufhin seine Mutter den Verstand verliert. Und als Erwachsener wird Bazil Zeuge einer Schießerei an der Videothek, in der er jobbt - und wird dabei selbst getroffen. Von da an steckt eine Kugel in seinem Kopf und er muss mit der Angst leben, dass sie ihn doch noch tötet.
Als er aus dem Krankenhaus entlassen ist, kommt Bazil eher zufällig an den beiden imposanten Hauptsitzen der Waffenfabrikanten vorbei, die für die Schicksalsschläge in seinem Leben verantwortlich sind, beziehungsweise die Werkzeuge für sie lieferten. Bazil beschließt, sich zu rächen - böse, aber irgendwie auch charmant. Der kleine Mann ärgert die großen Bosse.
Unterstützt wird Bazil von neuen Freunden, die als bunte Truppe und "Wohngemeinschaft" in einer Art fantastischen Höhle auf einem Schrottplatz am Rande von Paris leben. Es wird ein Kampf gegen skrupellose reiche Industrielle, der erst am Schluss des Films richtig unterhaltsam wird, wenn die Bösewichte von den kleinen Leuten vor allem mit der Hilfe und Macht moderner Medien wie "YouTube" besiegt werden.
Das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film: Jean-Pierre Jeunets skurriles Pariser Panoptikum zeigt sich nicht weniger märchenhaft als in seinem Welterfolg "Die fabelhafte Welt der Amelie". Einmal mehr kredenzt er uns ein imaginäres Imperium aus Poesie, verpackt in nostalgisch-sepiafarbene Bilder und garniert mit versteckt-komischen Anspielungen auf die Rachegeschichten eines Sergio Leone - plus einer Verbeugung vor Charlie Chaplin. Wie er die Brücke zwischen der zynischen Welt des Waffenhandels und der romantisierenden Szenerie an der Seine schlägt, ist Cinemagie pur.








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