20.09.2020 12:02 |

Borkenkäfer ist schuld

Baby in Deutschland im Wald von Ast erschlagen

Im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt hat sich vorige Woche auf einem Waldweg eine Tragödie ereignet. Eine Mutter war mit ihren Großeltern und einem dreieinhalb Monate alten Baby auf dem Weg zu einer Familienfeier, als ein Ast von einer morschen Buche abbrach und die Mutter und ihr Baby traf. Den Säugling hatte die 32-Jährige in einem Tuch vor ihrer Brust getragen.

Die Oma alarmierte sofort die Rettungskräfte und das Baby wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Drei Tage nach dem Unfall erlag es jedoch seinen schweren Verletzungen, die Mutter soll noch immer im Koma liegen.

Laut Informationen der „Bild“ flog der Hubschrauber den Säugling in die Uniklinik Magdeburg, die Mutter kam ins Krankenhaus Nordhausen. Die Polizei erfuhr erst durch den Tod des Buben von dem Unglück und leitete ein Todesermittlungsverfahren ein.

Borkenkäfer schädigen die Bäume
Schuld an dem Unglück ist der Borkenkäfer sowie die extreme Trockenheit in den Wäldern. Michael Müller, Professor für Waldschutz an der TU Dresden, zur „Bild“: „Neben der andauernden Trockenheit schädigen Borkenkäfer die Bäume. Durch die von ihnen gefressenen Löcher können Pilze eindringen, die dann das Lignin im Holz zersetzen.“ Das Lignin sorge für die Festigkeit im Holz und wenn diese fehle, werde es gefährlich.

Mittlerweile wurde die Buche, die für das Unglück verantwortlich war, gefällt.

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