Horrorunfall

17-Jährige stirbt bei 300 Meter tiefem Autoabsturz in Imst

Tirol
02.10.2010 16:27
300 Meter ist das Auto, in dem die drei Tirolerinnen Richtung Außerfern fuhren, am Hahntennjoch in die Tiefe gestürzt. Vermutlich waren die regennasse Fahrbahn und ein unglückliches Manöver Schuld an dem Unfall. Die drei Insassen wurden aus dem Fahrzeug geschleudert. Das Unglück wurde erst Stunden später bemerkt. Tamara (17) starb einsam neben dem Wrack...

Freitag, 16.30 Uhr, Feierabend. Die drei Mädchen Sabrina (17), Alexandra (18) und Tamara (17) spazierten aus der Kindergartenschule bei Zams. Die Freundinnen aus dem Außerfern machten sich in dem gemeinsamen Pkw auf den Heimweg. Die schnellste Strecke verläuft über das Hahntennjoch, welches für seine engen Straßenabschnitte und steilen Abhänge bekannt ist. Dennoch: Die drei sind diesen Weg schon oft gefahren, sie dachten sich nichts dabei.

Der Regen vom Vormittag und der Straßenstaub hatten sich zu einer rutschigen "Paste" vermengt. Viele Teilstücke der Straße sind nicht durch Leitplanken gesichert. Im Wagen ahnten die Mädchen nichts von der lauernden Gefahr. Plötzlich: In einer leichten Kurve verlor die 18-jährige Lenkerin die Kontrolle über den Geländewagen. Ursache und genaue Unfallzeit sind laut Einsatzkräften noch unklar. Einem Zeit-Weg-Diagramm nach zu schließen, müsste der Unfall gegen 17 Uhr passiert sein.

Der schwere Wagen schlitterte geradewegs über die Fahrbahnkante. Die Schwerkraft wuchtete das Gefährt etwa 300 Meter ins Tal, das Auto wirbelte wie ein Spielzeugwagen durch die Luft. Die jungen Mädchen wurden durch die Fenster ins Freie katapultiert.

Knapp zwei Stunden lagen die Opfer schwer verletzt in dem felsigen Gelände. Der örtliche Jäger entdeckte das Wrack um 18.40 Uhr. Eine schwierige Bergung folgte. Für Tamara kam jede Hilfe zu spät, sie verblutete. Ihre Freundinnen liegen auf der Intensivstation im Krankenhaus Zams.

Der Pfarrer der Heimatgemeinde: "Es ist ein schwarzer Tag für den Ort. Tamara war ein junger, froher Mensch." Sie engagierte sich in der Musikkapelle und war allseits beliebt.

von Matthias Holzmann, Tiroler Krone
Bild: Feuerwehr Imst

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