Weck-Hannemann habe am 15. September "völlig überraschend" den Entzug der Akkreditierung angekündigt, hieß es in der übermittelten Strafanzeige. "Beinahe jeden Tag" sei die ÖAR-Vorsitzende an die Öffentlichkeit gegangen und habe sich zu den detaillierten Verfahrensangelegenheiten geäußert. Als Beamtin habe sie damit privates Interesse verletzt. Staudinger sei in der Öffentlichkeit "massivst ungerechtfertigten Vorwürfen" ausgesetzt gewesen.
Die Vorgangsweise des ÖAR stehe nach Ansicht Staudingers "in massivstem Widerspruch zu verfassungsrechtlichen Grundlagen". Darin sehe er auch den Verdacht der Missbrauch der Amtsgewalt. Den dadurch für ihn entstandenen wirtschaftlichen Schaden könne er derzeit noch nicht beziffern, hieß es in der Anzeige.
Heftige Debatte im Landtag
Die UMIT hatte zuletzt in Tirol auch für heftige politische Debatten gesorgt. Im Visier der Oppositionsparteien stand dabei Wissenschaftslandesrat Bernhard Tilg (VP), der vor seinem Wechsel in die Politik im Jahr 2008 UMIT-Rektor war.
Während etwa die Grünen bereits sie Einberufung eines Untersuchungsausschusses gefordert hatten, zeigte sich die stärkste Oppositionspartei "Bürgerforum" bisher abwarten. Das Bürgerforum verwies auf den noch ausständigen Bescheid des Wissenschaftsministeriums. Für die Einberufung ist die Unterstützung von zehn der 36 Abgeordneten notwendig.








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