Infizierte Partygäste

„Hochzeitscluster“ mit Folgen für Großbetrieb

Immer größer droht der Cluster um eine Hochzeit im niederösterreichischen Bezirk Zwettl zu werden: Weil die infizierten Gäste noch zur Arbeit erschienen sind, musste am Donnerstag ein Waldviertler Betrieb gescreent werden. Die „Krone“ weiß: Auch deshalb sprang die Corona-Ampel am Freitag im Bezirk Zwettl auf Orange. Nicht zu den 100 Neuinfizierten zählen indes die SP-Politiker Franz Schnabl und Ulrike Königsberger-Ludwig.

Ob im Wohnzimmer, in der Schule, am Arbeitsplatz oder in der Umkleidekabine am Sportplatz – nirgends ist man angesichts der derzeitigen Infektionszahlen so wirklich sicher. Nirgends hat sich das Virus zuletzt aber so rasant verbreitet wie auf privaten Feierlichkeiten.

Nach Partywochenende zur Arbeit
Ausgefeiert hat es sich daher nun auch im Waldviertel. Während inzwischen etwa 19 Infizierte auf den Cluster in einer Kremser Diskothek zurückzuführen sind, zieht der Cluster um Infizierte, die sowohl beim Dämmerschoppen als auch auf einer Hochzeit im Bezirk Zwettl zu Gast waren, immer weitere Kreise. Denn wie die „Krone“ von Insidern erfahren hat, soll der Personenkreis auch nach dem Partywochenende und aufgrund vorerst fehlender Symptome weiter zur Arbeit bei dem gemeinsamen Dienstgeber erschienen sein.

Nach Bekanntwerden der nunmehr bereits 33 Fälle wurde bei dem bekannten Waldviertler Großbetrieb am Donnerstag ein erstes umfangreiches Screening durchgeführt. Ergebnisse werden zum Wochenende erwartet. Und weil weitere Fälle als wahrscheinlich gelten, sprang noch am Freitag die Corona-Ampel im Bezirk-Zwettl auf Orange.

Freiwillige Covid-Tests bei SP-Spitzen negativ
Gewissheit haben indes Landesvize Franz Schnabl und Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (beide SP). Nachdem sie - wie berichtet - Kontakt zu dem infizierten Ybbser Bürgermeister Alois Schroll hatten, unterzogen sich beide sofort und freiwillig einem PCR-Test. Beide Ergebnisse sind negativ.

Inzwischen bereiten sich die Spezialisten in den Krankenhäusern vor: In Melk und Lilienfeld sind derzeit spezielle Bereiche zur Behandlung von Covid-19-Patienten belegt. Nun werden auch an den Standorten Neunkirchen, Stockerau und Waidhofen an der Thaya derartige Plätze eingerichtet. Im Unterschied zur ersten Welle gibt es aber keine reinen Corona-Kliniken, die hauptsächlich die medizinische und pflegerische Betreuung von Covid-Erkrankten wahrnehmen. Landesvize Stephan Pernkopf (ÖVP): „Mit dieser Vorgehensweise kann der Versorgungsauftrag sichergestellt werden.“

Nikolaus Frings und Lukas Lusetzky, Kronen Zeitung

 Niederösterreich-Krone
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