16.09.2020 16:16 |

Risikogruppen

Schulen fürchten Ausfall von Lehrern

Rund 50 Lehrer zählen in Salzburg zur Risikogruppe. Im Verhältnis zu den 9000 angestellten Pädagogen sei diese Zahl gering, so Bildungsdirektor Rudolf Mair. Fehlt in einer kleinen Volksschule coronabedingt aber auch nur ein Pädagoge, könnte das schnell zur Überlastung anderer Lehrkräfte führen, fürchten Gewerkschafter.

In der Neuen Mittelschule in Eugendorf mussten heuer am ersten Schultag zwei Lehrerinnen von zuhause aus unterrichten, da sie zur Covid-Risikogruppe zählen. 48 weitere Pädagogen gehören laut einer Erhebung der Bildungsdirektion ebenfalls dazu. „Die Zahl der Betroffenen hält sich in Grenzen. Und fallen Lehrer aus, müssen diese Unterrichtsstunden auf andere Lehrkräfte verteilt werden“, beruhigt Bildungsdirektor Mair. Diesem Vorschlag kann Lehrergewerkschafter Toni Polivka wenig abgewinnen. „In größeren Schulen ist das normal, aber brechen bei kleineren Schulen mehrere Pädagogen weg, kann das drastische Folgen haben.“ Unterricht per Home-Schooling sei auf Dauer keine Lösung. Dazu kommt, dass im Herbst das Grippevirus grassiert, das die Krankenstände prinzipiell nach oben schnellen lässt. „Fehlen normalerweise viele Lehrer, werden Klassen zusammengelegt. Das ist heuer nicht möglich“, so Polivka. Die Gewerkschaft fordert deshalb ein klares Konzept für derartige Notfälle.

 Salzburg-Krone
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