08.09.2020 12:12 |

Politik Inoffiziell

Ein Semesterstart mit Bauchweh

Die Ampel steht zum Semesterstart auf grün, doch die Politik sendet gemischte Signale. Knapp eine Woche vor Beginn sind einige unsicher.

Bei so vielen Anweisungen und Empfehlungen schwirrt den Eltern sicherlich schon der Kopf – noch dazu, wenn die Politiker unterschiedliche Signale senden. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) versuchte in seinem Elternbrief zwar zu beruhigen. Der klare Appell an die Eltern lautet darin aber, die Schüler „im Zweifelsfall zu Hause“ zu lassen. Mit Husten oder Schnupfen sollen die Kinder also nicht in die Schule kommen. Für viele Schüler und ihre Eltern wird es aber sicher ein Semesterstart mit Bauchweh.

Für gemischte Gefühle sorgt auch der Elternbrief der Familienlandesrätin Andrea Klambauer (Neos). Darin beruft sie sich auf den AGES-Infektiologen Franz Allerberger, der kein Freund der Mund-Nasen-Maske ist. „Die Hauptkunst wird darin bestehen, Covid-19 nicht als hochgefährlich, sondern ähnlich wie ein schweres Grippevirus zu sehen“, plädiert Klambauer in ihrem Brief an Pädagogen und Eltern für Gelassenheit und Vernunft.

Weiter heißt es: „Wir wissen gesichert, dass Kinder unter zwölf Jahren, vielleicht sogar unter 15, eine völlig unbedeutende Rolle im Ansteckungsgeschehen spielen.“ Der Halbsatz der Landesrätin wurde vergangene Woche durch einen neuen Cluster nach einem Jungscharlager entkräftet: 16 Personen - darunter überwiegend Kinder und Jugendliche um die 14 Jahre - haben sich mit dem Virus angesteckt. Die Corona-Ampel bietet den Eltern nun zumindest eine Orientierung. Klarheit statt Verwirrung über die Corona-Position der Landesregierung fordert nun die FPÖ in einer Anfrage an Gesundheitsreferent Christian Stöckl (ÖVP).

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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