07.09.2020 20:32 |

Umbenennung geplant

Makartsteg soll schon bald Marko Feingold ehren

Das Tauziehen rund um die Straßenumbenennung zu Ehren von Marko Feingold nimmt eine unerwartete Wende: ÖVP, FPÖ, NEOS und die Liste Salz wollen nun den Makartsteg in Marko-Feingold-Steg umbenennen – und haben damit eine einfache Mehrheit nach dem erweiterten Stadtratskollegium am Montag.

Schon am ersten Todestag am 19. September soll die Brücke umbenannt werden werden – selbst wenn doch nicht alle Fraktionen dafür sind, meint Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP). „Es ist ein wichtiges Zeichen, dass an Marko Feingold schon jetzt an einer prominenten Stelle erinnert wird, die seinem Wirken gerecht wird“, sagt der Stadtchef, der die Churfürststraße wegen deren „historischen Wert und Anrainerprotesten nicht umbenennen will.“

Ob SPÖ , Bürgerliste und KPÖ Plus für die Umbenennung der Brücke zu Ehren des Holocaust-Überlebenden und ehemaligen Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde im Gemeinderat mitstimmen werden, ist unklar.  Die Parteien knüpfen ihre Zustimmung an das Wohlwollen von Feingolds Witwe Hanna . „Wir werden uns intern abstimmen und hoffen, dass wir sie am Mittwoch bei dem Treffen bei Bürgermeister Preuner überzeugen können“, sagt Vize-Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ).

Witwe Hanna Feingold zeigt sich enttäuscht
Hanna Feingold zu überzeugen wird schwer: Sie ortet einen Schnellschuss und favorisiert weiter eine Postadresse, damit ihr Mann nicht in Vergessenheit gerät. „Das ist wie ein übereiltes Geburtsgeschenk für jemanden, auf dessen Geburtstag man vergessen hat.“

Verena Seebacher
Verena Seebacher
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