Baustelle kontrolliert

Illegal beschäftigter Arbeiter springt vom Dach

Den richtigen Riecher hatte man bei der Finanzpolizei, als man bei einer Baustelle im Bezirk Freistadt in Oberösterreich zur Kontrolle vorbeischaute. Zwei Asylwerber waren illegal beschäftigt, versteckten sich am Dach unter einer Verpackungsfolie. Einer der beiden sprang drei Meter in die Tiefe, wurde aber rasch von der Polizei geschnappt.

Vergangenen Dienstag spielten sich bei der Baustelle im Bezirk Freistadt actionfilmreife Szenen ab. Am Vormittag schaute die Finanzpolizei zu einer Kontrolle vorbei. Beim Anblick der Ordnungshüter flüchteten zwei Arbeiter aufs Dach. Es handelte sich um afghanische Asylwerber, die illegal auf der Baustelle tätig waren. Die beiden versteckten sich zwischen mehreren Dämmwolle-Paletten unter einer Verpackungsfolie.

Bei Bushaltestelle war Endstation
Als sie von den Finanzpolizisten in ihrem Versteck entdeckt wurden, startete einer der beiden einen neuerlichen Fluchtversuch. Der Asylwerber sprang aus drei Metern Höhe vom Dach und lief davon. Die Polizei stellte den Flüchtigen allerdings kurze Zeit später bei einer Bushaltestelle.

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Unternehmen, die sich nicht an die Spielregeln halten, sorgen nicht nur für einen großen Abgabenentfall zulasten aller Steuerzahler, sondern führen zu enormen Umsatzeinbußen bei den ehrlichen Gewerbetreibern.

Finanzminister Gernot Blümel

Nur Vorarbeiter richtig beschäftigt
Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass nur der Vorarbeiter ordnungsgemäß beschäftigt war. Die beiden Asylwerber und ein Österreicher waren nicht bei der Sozialversicherung angemeldet. Gegen die bisher nie negativ aufgefallene Baufirma wird ein Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Ausländerbeschäftigungsgesetz und das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz eingeleitet.

Philipp Zimmermann
Philipp Zimmermann
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Dienstag, 22. September 2020
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