Kein Punkt bei Rapid

KSV-Boss nach Niederlage: “Wir waren wie gelähmt”

Steiermark
27.09.2010 10:45
"Wir waren wie gelähmt!" Kapfenberg-Präsident Erwin Fuchs hat es nicht fassen können, dass seine "Falken" den sicher geglaubten ersten Punkt bei Rapid am Samstag in der 94. Minute noch durch die Finger schlüpfen ließen. Daher wurde die Freude über die beste Vorstellung im "St. Hanappi" von harten Fakten überstrahlt. Das 2:3 war die vierte Niederlage in Folge: "Es müssen dringend Punkte her!"

Beim Kirtag in Thörl im Kreise seiner Spieler verarbeitete Erwin Fuchs am Sonntag das Last-Minute-Tor von Vennegoor of Hesselink und das Rapid-Trauma mit Galgenhumor: "Wir haben uns gegenüber dem 3:5 im Mai um hundert Prozent gesteigert - diesmal haben wir im Nachspiel statt zwei Toren nur eins eingefangen."

Ernster Nachsatz: "Man will es gar nicht wahrhaben, denn so stark wie diesmal hab' ich unsere Burschen auswärts noch nie gesehen. In der zweiten Hälfte hatten wir die Partie im Griff, da gab's Superkombinationen und einen Haufen selbst erspielter Chancen. Und der Gegner war nicht irgendwer, sondern Rapid. Diese Tatsache muss uns trotz des Ergebnisses Kraft geben!" Aber: "Die Kaltblütigkeit vorm Tor hat uns leider gefehlt. Wir hätten das 3:1 machen können und den Sieg heimspielen müssen. Sowas darf man einfach nicht mehr aus der Hand geben!"

"Sorgenkind" Abwehr
Mit der hohen Eigenfehlerquote macht es sich das junge "Falken-Team" allerdings selbst schwer. "Beim 1:1 sind wir im Ballbesitz, Schmid macht ein unnötiges Foul und aus dem Freistoß setzt's den Ausgleich. Dann drücken wir und statt des 3:1 gibt's das 2:2, weil hinten alle schlafen. Und auch vorm 3:2 waren wir im Ballbesitz, da verliert Alar die Kugel. Da fehlt die Cleverness."

Besonders die Abwehr ist momentan sehr anfällig: "Die machen grausliche Fehler! In den ersten sechs Spielen haben wir nur fünf Gegentreffer erhalten, in den letzten drei Partien aber gleich zehn - das haut uns das ganze Torverhältnis zusammen. Der verletzte Fukal fehlt uns an allen Ecken, denn Mavric ist im Moment nicht in bester Verfassung. Und wegen der Ausfälle muss er auch noch den jungen Gollner führen - den ich als großes Versprechen für die Zukunft halte." 

Die präsidiale Bilanz nach dem ersten Viertel der Meisterschaft? "Bis vor drei Spielen war ich sehr zufrieden, aber jetzt rutschen wir langsam dorthin, wo wir nicht hinwollten. Wir liegen ein bis zwei Punkte hinter dem Plansoll. Jetzt müssen in den nächsten drei Partien drei Punkte her, egal wie. Ich weiß, dass das gegen Rapid, Salzburg und Sturm nicht leicht wird, aber wir können uns nicht darauf verlassen, dass der LASK und Mattersburg immer verlieren."

von Volker Silli, "Steirerkrone"

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