01.09.2020 17:00 |

Salzburger Festspiele

Festival-Finale: Applaus-Salven für Pianisten

Ein wegen Covid-Sitzabständen zwar etwas ausgedünntes, klanglich aber voll präsentes Orchester – und ein Pianist, der seinen Weltruf einmal mehr prägnant unterstrich: Die Berliner Philharmoniker unter Kirill Petrenko und Daniil Trifonow setzten mit Beethoven und Mendelssohn glänzende Schlusspunkte im Großen Festspielhaus und begeisterten die Gäste.
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Beethoven befand sich wegen seines progressiven Hörverlustes in einem inneren Kampf zwischen Aufbegehren und Lebensmüdigkeit, als er das Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll op. 37 komponierte. Daraus wurde eines seiner schönsten Werke, hingebungsvoll, musikalisch visionär. Das setzten die Berliner in allen Facetten um, Bannerträger dieses ersten Konzertteils war aber fraglos der Mann am Klavier: Daniil Trifonow, von Applaus-Salven so weit animiert, im Gegensatz zu seinem Soloabend mit J. S. Bachs Contrapunctus 1 eine Zugabe zu gewähren.

Die Berliner konnten dann trotz beschränkter Besetzung all ihre Tugenden zeigen, ein temperamentvoller Kirill Petrenko führte seine Équipe klar strukturiert. So kamen auch Frische und Dynamik des Mendelssohn’schen Jugendwerks Symphonie Nr. 1 c-Moll voll zur Geltung. Ein ringsum bejubeltes Finale.

Roland Ruess
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