29.07.2020 08:18 |

Da kommt noch mehr

Unwetter samt Blitz-Stakkato: Warnung für Süden

Heiß hat der Dienstag in Österreich begonnen, ehe sich ab den Nachmittagsstunden quer über Österreich schwere Unwetter mit Sturm, sintflutartigen Regenfällen und Hagel entluden. Wie berichtet, führte dies in weiten Teilen des Landes zu Hunderten Einsätzen der Feuerwehren. Entging der Süden Österreichs am Dienstag noch weitgehend Sturm und Regen, gibt es für den Mittwochnachmittag bereits erste Unwetterwarnungen.

Auf den bisherigen Jahres-Rekord von 37,2 Grad kletterte die Thermometermarke am Dienstag in der Wiener City, ins Schwitzen kam man jedoch in nahezu ganz Österreich, an circa 200 Wetterstationen wurde die 30-Grad-Marke überschritten. Doch Abkühlung sollte folgen und zwar ab den frühen Abendstunden.

Quer über Österreich ging eine Gewitterfront nieder, sorgte von Vorarlberg und Tirol über Salzburg, Oberösterreich und die Steiermark bis nach Wien und Niederösterreich für Sturm, Hagel, heftige Regenschauer und ein Blitz-Stakkato am Himmel.

In Wien am „Abend ziemlich rund gegangen“
„Es ist gestern Abend ziemlich rund gegangen“, fasste der Sprecher der Wiener Berufsfeuerwehr, Gerald Schimpf, am Mittwoch zusammen. Knapp 200 Einsätze wurden absolviert, die den Gewittern zugeordnet wurden. Davon betraf fast ein Viertel den Bezirk Döbling, hier vor allem das Gebiet Krottenbachstraße und Umgebung. Reichlich zu tun gab es für die Einsatzkräfte jedoch auch in Penzing, Ottakring, Hernals und Brigittenau. Bereits zuvor hatte die Hitze am Dienstag für erhöhtes Arbeitsaufkommen bei der Feuerwehr gesorgt. Es gab mehrere CO-Zwischenfälle. „Zum Glück ist alles glimpflich ausgegangen“, sagte Schimpf.

Allein 200 Einsätze im niederösterreichischen Bezirk St. Pölten
Alleine in Niederösterreich - hier war der Bezirk St. Pölten besonders betroffen - mussten die Einsatzkräfte im Zentralraum beinahe 200 Einsätze bewältigen, 50 Feuerwehren standen im Einsatz. Wie etwa die FF. St. Pölten-St. Georgen berichtete, seien innerhalb kürzester Zeit 60 bis 80 Liter Regen pro Quadratmeter niedergegangen.

Und das Wasser suchte sich seinen Weg - zumeist in die Keller von Häusern. Zudem führten die sintflutartigen Regenfälle zu Hangrutschungen, Sturmböen lösten Dachziegel und entwurzelten Bäume.

Blitze-Ranking in Österreich
Laut einer ersten Bilanz der Ubimet waren die nördlichsten Bundesländer besonders von den Gewittern betroffen. Das größte Blitzlicht-Gewitter gab es in Niederösterreich, mehr als 37.000 Blitze wurden dort alleine bis kurz vor Mitternacht registriert, gefolgt von der Steiermark mit mehr als 33.600. Knapp dahinter landete Oberösterreich mit mehr als 30.200 Blitzen.

Böen mit bis zu 103 km/h
Doch nicht nur Regen, auch Hagel fiel am Dienstag vom Himmel, die Schloßen erreicht dabei eine Größe von bis zu sechs Zentimetern, berichteten die Wetterexperten. Die heftigsten Sturmböen wurde laut Erstbilanz mit 103 km/h in Salzburg (Schmittenhöhe, Rudolfshütte) und Niederösterreich (Tulln) registriert, sogenannte Downbursts gab es in der Bundeshauptstadt - so wurde kurz vor 21 Uhr in Wien auf der Jubiläumswarte eine Böe mit 98 km/h gemessen.

Österreich
Wetterdaten:

Unwetterwarnung für den Süden
Der Süden des Landes blieb am Dienstag von den Unwettern nahezu gänzlich verschont, dies jedoch ändert sich laut Prognose der Wetterexperten noch im Laufe des Mittwochs. Startet der Tag zunächst sogar noch mit Sonnenschein, bringt die Kaltfront von Tief „Dana“ ab den Nachmittagsstunden erneut Gewitter und Hagelschauer nach Österreich. Vor allem in Kärnten, jedoch auch in Teilen der Steiermark, dürften diese überaus kräftig ausfallen.

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