29.07.2020 07:58 |

Bezirk Liezen

Unwetter: Hunderte Feuerwehrleute im Einsatz

Der bisher heißeste Tag des Jahres endete in einigen Regionen mit Gewittern, die zum Teil auch heftig ausfielen, insbesondere im großen obersteirischen Bezirk Liezen. Alleine dort rückten 27 Feuerwehren mit mehr als 400 Personen zu Einsätzen aus. 

„Zum Großteil galt es für die eingesetzten Wehren, überschwemmte Keller auszupumpen und umgestürzte Bäume von Verkehrswegen zu entfernen“, heißt es von Bereichsfeuerwehrsprecher Christoph Schlüßlmayr. So stürzten auf der L725 zwischen Ramsau und Weißenbach bei Haus mehrere Bäume auf die Straße.

Eine Autolenkerin hatte dabei laut Feuerwehr großes Glück. Ihr Fahrzeug kollidierte mit einem Baum, die Lenkerin blieb jedoch unverletzt und konnte sich selbst aus dem Fahrzeug befreien. Sie wurde von Sanitätern der Feuerwehr bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes betreut. Parallel dazu machten die Einsatzkräfte mit Motorsägen und einem Traktor die Straße wieder frei.

In Liezen-Friedau schlug ein Blitz in ein Haus ein, das dadurch ausgelöste Feuer war aber rasch unter Kontrolle. In Bad Mitterndorf wurde ein Auto in eine Bahnunterführung geschwemmt, es befand sich aber niemand im Wagen. Die Feuerwehr barg das Wrack.

Vermisster Wanderer tot gefunden
Kurz vor 22 Uhr startete in Untertal-Rohrmoos eine groß angelegte Suchaktion nach einem abgängigen Wanderer. Alle Wasserdienststützpunkte des Bezirkes waren mit Booten und Tauchern im Einsatz, um den Bereich Riesachsee abzusuchen. In der Nacht wurde der Mann tot gefunden.

Einsatzzentrale verstärkt
Aufgrund der vielen Einsätze wurde die Bereichswarnzentrale „Florian Liezen“ mit fünf Disponenten hochgefahren. Schlüßlmayr: „Somit kann nicht nur die Landesleitzentrale entlastet werden, die hiesigen Disponenten verfügen über explizite Ortskenntnis und können die Einsätze daher gezielter abarbeiten.“

Die nächsten Unwetter drohen
Neben dem Bezirk Liezen wurden auch in Leoben, Bruck-Mürzzuschlag, Murtal und Hartberg-Fürstenfeld Keller ausgepumpt sowie Bäume von Straßen entfernt, wie der Landesfeuerwehrverband mitteilte. Insgesamt waren rund 60 Feuerwehreinsätze zu bewältigen. Laut Ubimet wurden in der Steiermark mehr als 33.000 Blitze registriert. 6000 Haushalte waren zwischenzeitlich ohne Strom, der Großteil aufgrund von Blitschlag, heißt es von der Energie Steiermark. Bis Mittwoch waren alle Schäden behoden. Es drohen heute aber bereits die nächsten Unwetter.

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