29.07.2020 00:44 |

Unwetter mit Schäden

Hitzetag endete mit Blitz, Donner und Hagel

Der Dienstag hatte es in Österreich wettertechnisch in sich: Untertags kletterte das Thermometer hoch auf bis zu 37,2 Grad (was den bisherigen Jahres-Rekord bedeutete), am späten Nachmittag gab es in weiten Teilen des Landes zum Teil heftige Gewitter mit Hagelschauern (siehe auch Video oben). Die Feuerwehren wurden zu zahlreichen Einsätzen gerufen. In Oberösterreich dürfte laut Hagelversicherung ein Schaden von rund 2,5 Millionen Euro für die Landwirtschaft entstanden sein.

An rund 200 der insgesamt 280 Wetterstationen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik wurden am Dienstag mehr als 30 Grad gemessen - 37,2 Grad waren es an der ZAMG-Wetterstation Wien Innere-Stadt. Dahinter reihten sich Innsbruck Universität, Hohenau an der March (Niederösterreich) und Wien Donaufeld mit 36,3 Grad ein.

Baum stürzte auf Hausdach
Am späten Nachmittag folgte dann der große Wetterumschwung. Regen, Hagel und Sturm waren die Folgen. Im Tiroler Zillertal gingen im Raum Zell, Gerlosberg und Ramsberg schwere Unwetter mitsamt wolkenbruchartigen Niederschlägen und orkanartigem Wind nieder. Bei einem Wohnhaus in Ramsau stürzte ein Baum auf zwei Carports und einen Hundezwinger, in das Dach des Nachbarhauses schlug ebenfalls ein Baum ein. Die Gemeindestraße wurde für zwei Stunden gesperrt.

Auch auf die Landesstraße (L50) am Gerlosberg fielen einige Bäume. Die Straße musste für eine Stunde gesperrt werden. Bei den Vorfällen wurde niemand verletzt. Mehrere Feuerwehren standen im Einsatz.

Auch in Zell am See (Salzburg) rückten die Einsatzkräfte zu mehreren Einsätzen aus. Umgestürzte Bäume blockierten mehrere Straßenzüge, ein blechernes Hausdach eines unbewohnten Objektes wurden durch den Sturm teilweise abgedeckt und musste von der Feuerwehr gesichert werden. Personen kamen laut Polizei keine zu Schaden.

Österreich
Wetterdaten:

Einsätze in Niederösterreich und Wien
Auch in Niederösterreich und Wien heulten die Sirenen der Feuerwehren mehrmals. Im Mittelpunkt des Geschehens stand dabei den Helfern zufolge der Bezirk St. Pölten. Gegen 21.30 Uhr waren hier - bei steigender Tendenz - mehr als 30 Feuerwehren ausgerückt. Die Zahl der Alarmierungen lag zu diesem Zeitpunkt bei 50. Einsatzorte gab es in der Landeshauptstadt selbst. Aber auch in Ober-Grafendorf, Neulengbach, Wilhelmsburg oder Purkersdorf rückten die Helfer aus.

150 Alarmierungen in der Bundeshauptstadt
Zwischen 20.30 Uhr und ca. 23 Uhr wurde die Wiener Berufsfeuerwehr rund 150 Mal aufgrund der Gewitter und Regenfälle alarmiert, hieß es seitens der Feuerwehr am späten Abend zur APA. Der überwiegende Teil davon betraf Wassereinbrüche. Neben dem Auspumpen von Kellern und Garagen waren die Einsatzkräfte auch mit der Beseitigung von umgestürzten Bäumen und herabgefallenen Ästen beschäftigt. Die Feuerwehr rechnete damit, dass die Zahl der Einsätze im Lauf der Nacht weiter ansteigen werde. Personenschäden wurden bisher weder bei der Feuerwehr noch bei der Wiener Berufsrettung verzeichnet.

Hagelversicherung: Millionenschaden in der Landwirtschaft
Starkregen und Sturm in Kombination mit einer bis zu fünf Zentimeter dicken Hagelschicht haben auch in Oberösterreich eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Besonders betroffen waren die Bezirke Braunau am Inn, Ried im Innkreis und Vöcklabruck. „Binnen Minuten wird so der Ertrag und damit das Einkommen vieler Landwirte vernichtet“, beklagte der zuständige Landesleiter in Oberösterreich, Wolfgang Winkler. Laut ersten Erhebungen durch die Sachverständigen der Österreichischen Hagelversicherung entstand an Ackerkulturen und im Grünland ein Gesamtschaden in der Landwirtschaft von rund 2,5 Millionen Euro. 

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