09.07.2020 19:20 |

Zahlen steigen wieder

Corona: Italien verbietet Einreise aus 13 Ländern

Die Zahl der Infektionen wächst wieder in Italien und macht den Gesundheitsbehörden Sorgen. So hat die italienische Regierung am Donnerstag beschlossen, Flüge aus 13 Länder aus dem Nicht-EU-Raum zu stoppen.

Personen, die sich in den letzten zwei Wochen in Armenien, Bahrain, Bangladesch, Brasilien, Bosnien-Herzegowina, Chile, Kuwait, Nordmazedonien, Moldawien, Oman, Panama, Peru und in der Dominikanischen Republik aufgehalten haben, dürfen nicht nach Italien reisen, kündigte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza an. Ziel sei, in Italien einen angemessenen Gesundheitsschutz zu sichern.

Bis zu 600 Infizierte aus Bangladesch in Rom
Am Dienstag hatte die italienische Regierung bereits die Landung von Flügen aus Bangladesch in Italien verboten, nachdem mehrere Corona-Fälle unter der bengalischen Gemeinschaft in Rom gemeldet wurden

53-Jähriger aus Bangladesch festgenommen
Auf dem römischen Hauptbahnhof Termini wurde am Donnerstag ein 53-Jähriger aus Bangladesh festgenommen. Der Mann hatte wegen starken Hustens an Bord eines Zuges aus der norditalienischen Region Emilia Romagna Verdacht geweckt. Bei Kontrollen wurde er positiv auf das Coronavirus getestet. Der Mann war am 23. Juni mit einem Flugzeug aus Dhaka in Rom eingetroffen und war positiv getestet worden. Er hätte unter Quarantäne sein sollen. 

Italienische Lega gegen Einreisen aus Österreich
Seit 3. Juni ist die Einreise nach Italien aus Österreich wieder ohne Einschränkungen möglich. Aufgrund der gestiegenen Infektionszahlen in Österreich hat sich die oppositionelle Lega jedoch für ein erneutes Schließen der Grenzen zum nördlichen Nachbarn ausgesprochen. Sie wirft der Regierung in Rom vor, zu wenig gegen eingeschleppte Covid-19-Erkrankungen zu tun, und verwies dabei ausdrücklich auf die Lage in Österreich.

Italien: Zwölf Tote binnen 24 Stunden
Zwölf Menschen sind von Mittwoch auf Donnerstag in Italien nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden 229 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Insgesamt 34.926 Menschen sind in Italien seit Ausbruch der Pandemie am 20. Februar mit oder am Coronavirus gestorben. Die Zahl der noch aktiv Infizierten sank auf 13.459, jene der in Spitälern behandelten Covid-19-Patienten fiel auf 871 Personen, 69 waren auf Intensivstationen. Am Höhepunkt der Epidemie im März waren über 4000 Patienten auf Intensivstationen gelegen. 12.519 Menschen befinden sich derzeit in Heimquarantäne. 193.978 Corona-Infizierte galten als genesen.

In der Region Lombardei, dem Zentrum des Corona-Ausbruchs in Italien, wurden innerhalb von 24 Stunden fünf Tote gemeldet, womit die Gesamtzahl der dort Verstorbenen auf 16.730 stieg. 119 Neuinfizierte gab es in der Region. Die Zahl der aktuell Infizierten in der gesamten Lombardei lag bei 8357, die Zahl der Covid-19-Erkrankten in den lombardischen Spitälern betrug 201. 31 Patienten lagen auf einer lombardischen Intensivstation.

Bergamo: Erstmals keine Intensivpatienten mehr
Erstmals seit Ausbruch der Coronavirus-Epidemie Ende Februar liegen keine Covid-19-Patienten mehr auf der Intensivstation des Krankenhauses von Bergamo. Der letzte Patient wurde am Mittwoch entlassen, 137 Tage, nachdem der erste Covid-19-Kranke am 23. Februar eingeliefert worden war. Auch aus der Intensivstation des Krankenhauses von Genua, „San Martino“, wurde am Donnerstag der letzte Covid-19-Patient entlassen. Der erste Kranke war am 24. Februar eingeliefert worden.

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