„Extreme Situation“
Brasilien: Dutzende Tote nach Überschwemmungen
Heftige Regenfälle und daraus resultierende Erdrutsche haben im Südosten Brasiliens zu Dutzenden Todesfällen geführt. Mindestens 20 Menschen kamen ums Leben, viele weitere werden vermisst.
Mehr als 400 Menschen hätten wegen der Unwetter ihre Häuser verlassen müssen. Die heftigen Regenfälle hatten den Fluss Paraibuna über die Ufer treten lassen.
16 der Todesopfer wurden aus der Großstadt Juiz de Fora gemeldet, vier weitere aus Uba. Die Bürgermeisterin von Juiz de Fora, Margarida Salomão, rief den Notstand aus. In der 540.000-Einwohner-Stadt waren zuvor 584 Liter Wasser pro Quadratmeter gefallen – und damit doppelt so viel wie sonst im gesamten Februar üblich.
Mehr Bilder aus der stark betroffenen Stadt Juiz de Fora:
Zahlreiche Erdrutsche durch Regenfälle ausgelöst
Einige Viertel seien von der Außenwelt abgeschnitten, die Stadt befinde sich in einer „extremen“ Situation, erklärte Salomão. Die Regenfälle lösten demnach dort mindestens 20 Erdrutsche aus. Bewohner filmten, wie Gebäude binnen Sekunden einstürzten.
Ein Feuerwehrsprecher im Bundesstaat Minas Gerais sagte, die Einsatzkräfte suchten noch nach „Dutzenden“ Menschen. Örtliche Medien sprachen von 45 Vermissten. Die Behörden des Bundesstaates Minas Gerais ordneten die vorläufige Schließung der Schulen an.
Brasilien hat in den vergangenen Jahren mehrfach unter folgenschweren Wetterextremen gelitten. 2024 kamen bei Überschwemmungen im Süden des riesigen Landes mehr als 200 Menschen ums Leben, insgesamt waren rund zwei Millionen Einwohner von dem Hochwasser betroffen. Experten zufolge steht die Zunahme und Intensivierung der Wetterextreme mit dem Klimawandel im Zusammenhang.








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