Neue Umfrage zeigt

Oft unbewusst: Ein Viertel spielt online illegal

Wirtschaft
24.02.2026 18:10

Die Regierung ringt um ein neues Glücksspielgesetz. Eine neue Umfrage im Auftrag der Wirtschaftskammer zeigt nun: Viele Spieler sind derzeit auf illegalen Plattformen unterwegs, häufig sogar unbewusst. Die Mehrheit denkt aber, dass eine Öffnung des Markts den illegalen Schwarzmarkt zurückdrängt.

Die Regierung reformiert das Glücksspiel, es laufen gerade wichtige Gespräche hinter den Kulissen. Es geht ums Geld, um viel Geld. Auch wenn die Schätzungen stark variieren: Eine Abkehr vom Monopol bringt ein höheres Steuereinkommen, Befürworter einer Öffnung gehen von bis zu 300 Millionen Euro Mehreinnahmen jährlich aus.

Viele spielen auf illegalen Plattformen
38 Prozent der Österreicher haben in den vergangenen zwölf Monaten im Internet gespielt, ergibt eine neue Umfrage des IFDD im Auftrag der Wirtschaftskammer-Fachgruppe Glücksspiel. Allerdings geben über 26 Prozent an, dabei kein einziges Mal beim einzigen legalen Anbieter Win2Day gespielt zu haben, mehr als 30 Prozent waren nur selten auf der Plattform unterwegs.

Mehr als am Roulettetisch lukrieren Glücksspielanbieter heute online.
Mehr als am Roulettetisch lukrieren Glücksspielanbieter heute online.(Bild: Sepp Pail)

86 Prozent finden es schwer zu erkennen, welche Anbieter in Österreich offiziell zugelassen sind. Zusätzlich war 40 Prozent der Befragten gar nicht oder eher nicht bewusst, dass es überhaupt nicht zugelassene Online-Anbieter gibt. 

Gerade ist eine Öffnung des Markts in Diskussion. In vielen Ländern sei laut den Studienautoren beobachtet worden, dass ein reguliertes, legales Glücksspielangebot dazu beiträgt, den illegalen Markt zu reduzieren. 60 Prozent glauben laut Umfrage, dass das auch in Österreich so wäre, 19 Prozent glauben das wiederum nicht.

Anton-Proksch-Institut für mehr Lizenzen
Für eine Öffnung des Markts setzt sich indes auch das Anton-Proksch-Institut ein. „Der internationale Online-Schwarzmarkt muss aktiv zurückgedrängt werden. Das ist nur möglich, wenn es attraktive legale Alternativen gibt“, heißt es in einem offenen Brief an den Finanzminister. Staatliche Kontrolle und Sanktionierbarkeit sei nur bei lizenzierten Anbietern realistisch. 

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