08.07.2020 14:48 |

Gefälschte Tests

Bis zu 600 Infizierte aus Bangladesch in Rom

In Rom wächst die Sorge um einen großflächigen Coronavirus-Ausbruch, nachdem in den vergangenen Tagen mehrere bengalische Migranten in der italienischen Hauptstadt eingetroffen sind, die positiv auf den neuartigen Erreger SARS-CoV-2 getestet wurden. Die Staatsbürger des südasiatischen Landes Bangladesch sollen mit gefälschten negativen Covid-19-Tests nach Italien eingereist und danach untergetaucht sein. Die Behörden in Rom versuchen derzeit, bis zu 600 bengalische Infizierte zu lokalisieren, sagte Vize-Gesundheitsminister Pier Paolo Sileri.

Italien setzte am Dienstag alle Flüge aus Bangladesch für eine Woche aus, nachdem mehrere Passagiere eines Fluges aus der bengalischen Hauptstadt Dhaka positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Von 225 Fluggästen hätten 36 Passagiere einen positiven Covid-19-Test abgelegt, berichtete der Gesundheitskommissar von Latium (Rom). Alle aus Dhaka eingereisten Personen müssen für zwei Wochen in Quarantäne. Diese Regel gilt in Italien für alle, die von Ländern außerhalb des Schengenraums einreisen.

Bürgermeisterin von Rom besorgt
Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi zeigte sich über die Infektionsfälle unter den bengalischen Staatsbürgern besorgt. „Wir müssen die Kontrollen auf Personen aus Ländern verschärfen, in denen die Zahl der Infektionsfälle noch hoch ist. Wir dürfen nicht die Anstrengungen zunichtemachen, die die Römer zur Begrenzung der Pandemie unternommen haben“, sagte sie.

Leichter Anstieg der Neuinfektionen
Italien wurde von der Corona-Pandemie besonders hart getroffen und zählt bereits rund 35.000 Todesfälle. Der leichte Anstieg der Neuinfektionen in zahlreichen Regionen sorgte dementsprechend im ganzen Land für Aufsehen. 30 Menschen sind von Montag auf Dienstag in Italien nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben. Laut Gesundheitsministerium wurden innerhalb von 24 Stunden 138 Neuinfektionen gemeldet.

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