Bund hat kein Geld

Im Tiroler Oberland ist Westbahn noch einspurig

Tirol
24.02.2026 18:00

Der zweigleisige Ausbau der ÖBB-Weststrecke ins Tiroler Oberland von Imst bis St. Anton wankt – oder doch nicht? Die Meinungen darüber gehen auseinander. Fakt ist: Die betroffene Bevölkerung fühlt sich in Planungen nicht eingebunden.

Dass Tiroler Verkehrsprobleme von der österreichischen Bundesregierung ignoriert werden, möchte Dominik Oberhofer, NEOS-Verkehrssprecher im Nationalrat, so nicht gelten lassen. „Gerade die ÖVP spricht gerne mit doppelter Zunge. Wenn sich die Tiroler Landesregierung für einen zweigleisigen Ausbau im Oberland ausspricht, dann bin ich immer irritiert, wenn die Oberländer ÖVP-Nationalrätin Margreth Falkner im Verkehrsausschuss diesen kritisch hinterfragt“, sagt Oberhofer.

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Derzeit wird der punktuelle zweigleisige Ausbau sehr wohl vorangetrieben. Leider ist der Bund budgetär in einer schwierigen Situation. 

Neos-NR Dominik Oberhofer

Interessenkonflikte vor Ort
Derzeit werde der punktuelle zweigleisige Ausbau sehr wohl vorangetrieben, und zwar mit dem Verkehrsknoten- und Bahnhofs-Neubau Imst/Pitztal. „Leider ist der Bund budgetär in einer schwierigen Situation, da muss gespart werden, wo es vernünftig ist. Der zweigleisige Ausbau im Oberland war planungsmäßig viel zu unkonkret und mit Interessenkonflikten vor Ort konfrontiert, als dass man ihn jetzt umsetzen könnte“, berichtet Oberhofer und fordert die Landesregierung auf, vor allem mit der Bevölkerung vor Ort partizipativ zu erarbeiten, was gewünscht und machbar ist.

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Dass die Planungen für den zweigleisigen Abschnitt bis vor Imsterberg ausgesetzt wurden, verzögert bedauerlicherweise die Vorteile für die gesamte Region.

Verkehrs-LR René Zumtobel

Bahnhofausbau Auftakt für das nächste Kapitel 
Genau diese Einbindung der Bevölkerung vor Ort vermisst Bernhard Schöpf, Bürgermeister von Mils bei Imst und Wirtschaftsbund-Bezirksobmann. „Der Ausbau des Bahnhofs Imst/Pitztal ist richtig und wichtig, da steht die ganze Region dahinter“, schickt er voraus. „Aber nicht bei den Trassenvorschlägen im Bereich Imsterberg und Mils, wo Siedlungsbereiche und ein geschützter Landschaftsteil durchfahren werden sollen. Die ÖBB pflanzen die Bevölkerung bewusst, damit sie nicht bauen müssen. Sie haben das Interesse verloren!“, mutmaßt Schöpf.

„Erster Abschnitt für Zweigleisigkeit“
Sowohl ÖBB als auch Verkehrs-LR René Zumtobel betonten, der Bahnhofs-Umbau sei „der Auftakt für die Vorbereitungen für den ersten Abschnitt der Zweigleisigkeit im Oberland“.  

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