Di, 18. September 2018

Gefräßige Gesellen

31.08.2010 15:16

Obersteirische Wälder "ein Fest" für Borkenkäfer

Jahr für Jahr kämpfen die steirischen Forstwirte mit den schädlichen Borkenkäfern. Heuer ist die Situation in einigen obersteirischen Regionen besonders schlimm: Es sind jene Gebiete, in denen in den vergangenen Jahren Stürme gewütet haben. Die Wälder seien dort "ein Fest für Borkenkäfer", sagt Experte Stefan Zwettler.

Wo die Borkenkäfer zuschlagen, bieten unsere Wälder keinen schönen Anblick: Die Rinde der Bäume gleicht einem Fleckerlteppich. "Betroffen sind heuer vor allem das Übelbach- und Stübingtal nördlich von Graz, das Palten-Liesingtal, das Ennstal und das Mürztal in Richtung Neuberg", weiß Zwettler, Forstdirektor der Landwirtschaftskammer.

Nachwehen von Paula und Emma
Neben den heißen Temperaturen im Juli spielen hier vor allem die Stürme Paula und Emma eine Rolle - obwohl sie schon vor zwei Jahren wüteten. "Die Sturmschäden sind zwar aufgearbeitet, aber die verbliebenen Bäume sind geschwächt", erklärt Zwettler. Zudem sei die sensible Struktur dieser Wälder nachhaltig gestört. "Ein explosiver Cocktail!"

Der Experte rechnet damit, dass heuer die Schäden vergleichbar mit dem ebenfalls starken Vorjahr sind: Damals war etwa eine Million Festmeter betroffen. Wichtig: Das Holz muss so rasch wie möglich aus dem Wald heraus. Hier gibt's ein weiteres Problem: "Die Käfer dringen immer stärker in höher gelegene Gebiete vor. Für die Forstarbeiter ist es schwierig, dorthin zu kommen." Der Borkenkäfer wird den Steirern also weiterhin Kopfzerbrechen bereiten.

von Jakob Traby, "Steirerkrone"

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