26.04.2020 07:00 |

Salzburg Airport

Covid-19 fegt die neuen Terminal-Pläne weg

Eine neue, moderne Terminal-Landschaft für gut 100 Millionen Euro: Die wird es wegen der Virus-Krise am Salzburg Airport so nicht geben. „Wir müssen umplanen“, so die Flughafen-Chefin Bettina Ganghofer.

Bitter ist es“ – keine Flüge, keine Passagiere. Niemand, der gerade im Parkhaus parkt oder in der Trafik einkauft. „Wir haben eine ganze Infrastruktur zu erhalten, aber keine Einkommen“, seufzt Flughafen-Chefin Bettina Ganghofer.

Der Flughafen steht wegen der Corona-Krise seit dem Abflug der vorerst letzten Eurowings-Maschine am 3. April um 12:10 zum größten Teil still, die Betriebszeiten wurden ausgesetzt. Und das wirbelt auch die ersten Pläne für die rund 100 Millionen Euro schwere Terminal-Landschaft vom Tisch. „Dieses große Projekt ist unter diesen Umständen so nicht zu stemmen. Es wird billiger werden müssen“, sagt Ganghofer.

Denn: Wie der Dachverband der Fluggesellschaften IATA gehen die Salzburger davon aus, dass sie erst in drei Jahren wieder zum Regelbetrieb mit 1,7 Millionen Passagieren jährlich zurückkehren. Wichtige Einnahmen für Betrieb und das Megaprojekt fehlen dadurch. Dennoch: „Unabhängig vom Passagieraufkommen sind wir zu Umbauten gezwungen. Das in die Jahre gekommene Terminal 1 kann mit den Auflagen, die wir bekommen werden, nicht mehr adäquat genutzt werden“, so Ganghofer.

Nachsatz: „Das Vorhaben wird man in kleineren Etappen umsetzen müssen. Wir werden einzelne Aspekte isoliert angehen. Und wir nehmen den Zeitdruck bei der Planung heraus.“ Heißt: Anders als geplant, wird der Bau nicht frühestens in acht Jahren abgeschlossen sein. Noch liegen keine Pläne vor.

Für den anstehenden Flugbetrieb müssen mangels Empfehlungen des Gesundheitsministeriums keine baulichen Änderungen umgesetzt werden.

Verena Seebacher
Verena Seebacher
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