11.04.2020 16:33 |

„Gute Fortschritte“

Johnson bekommt täglich Baby-Ultraschallbilder

Der britische Premierminister Boris Johnson hat nach Angaben der Regierung in London auch am Samstag „gute Fortschritte“ bei der Genesung von seiner Covid-19-Erkrankung gemacht. Er würde im Krankenhaus täglich Briefe und Baby-Ultraschallbilder von seiner schwangeren Verlobten Carrie Symonds, sowie Tausende Karten mit Genesungswünschen bekommen.

Er habe zudem einen Tablet-Computer, mit dem er sich Filme wie „Kevin - Allein zu Haus“ und „Herr der Ringe“ anschauen könne. Außerdem vertreibe er sich die Zeit mit Sudoku-Rätseln. Am Freitag hatte der Regierungssitz Downing Street mitgeteilt, Johnson könne mit Unterbrechungen schon wieder kleinere Strecken gehen.

Premier war drei Tage lang auf der Intensivstation
Der 55 Jahre alte Politiker hatte drei Tage auf der Intensivstation des St. Thomas‘ Hospital in London verbracht, nachdem sich sein Gesundheitszustand verschlechtert hatte. Am Donnerstag wurde er wieder auf eine normale Station verlegt. Johnson sei „extrem guter Dinge“, aber noch in der frühen Phase seiner Genesung und werde weiterhin genau beobachtet, hatte es in einer Mitteilung geheißen.

Johnson dürfte noch mehrere Wochen ausfallen
Johnson wird derzeit von Außenminister Dominic Raab vertreten. Die Kompetenzen des Premierministers hat Raab aber nicht. Großbritanniens ungeschriebene Verfassung sieht keine klare Regelung für den Fall vor, dass der Regierungschef ausfällt. Es wird damit gerechnet, dass Johnson noch mehrere Wochen fehlen könnte.

Johnsons Vater: „Er braucht Zeit“
Auch der Vater des 55-jährigen Premierministers, Stanley Johnson, glaubt nicht an eine schnelle Rückkehr seines Sohns in die Amtsgeschäfte. „Er braucht Zeit. Ich kann nicht glauben, dass man das durchmachen kann und direkt wieder zurück in die Downing Street (den Regierungssitz, Anm.) geht und die Zügel in die Hand nimmt, ohne eine Phase der Wiederanpassung“, sagte der 79-Jährige dem Radiosender BBC 4 am Freitag.

Großbritannien meldet mehr als Todesfälle an einem Tag
In Großbritannien sind innerhalb von 24 Stunden mehr als 900 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das Gesundheitsministerium in London meldete am Samstag 917 Tote seit Freitag, wodurch die Gesamtzahl der Corona-Toten in dem Land auf fast 10.000 anstieg. Gleichzeitig wurden von den Behörden 5234 Neuinfektionen registriert, die Gesamtzahl stieg auf 78.991.

Großbritannien ist in Europa eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder. Die Regierung Johnson hatte anfangs lange gezögert, mit strikten Maßnahmen die Verbreitung des Virus einzudämmen. Mittlerweile sind auch eine ganze Reihe hochrangiger Regierungsvertreter infiziert, darunter auch Johnson selbst. Der Premierminister ist nach wie vor im Krankenhaus, wenn auch nicht mehr auf der Intensivstation.

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