07.04.2020 16:00 |

53 Mio-Paket geschnürt

Landeshauptmann Platter weiterhin optimistisch

Tirols LH Günther Platter (ÖVP) hat sich am Dienstag weiter optimistisch hinsichtlich der Coronavirus-Situation in Tirol gezeigt. Die Infektionszuwachsrate sei in den vergangenen 24 Stunden deutlich unter fünf Prozent gelegen, weitere 184 Menschen gesundet, die Betten- und Intensivkapazitäten würden ausreichen. Zudem beschloss die Landesregierung weitere Hilfsmaßnahmen über 53 Millionen Euro.

Das Paket ergänzt bereits beschlossene Maßnahmen im Umfang von 37 Millionen Euro, so Platter in einer Videopressekonferenz. Insgesamt hatte das Land einen Corona-Gesamtrahmenbeschluss in der Höhe von 400 Millionen Euro gefasst. Die am Dienstag verabschiedeten Maßnahmen betreffen den Gesundheitsbereich mit 28 Millionen Euro (Notkrankenstationen, Entlohnung der Epidemieärzte usw.), den Sozialbereich mit 8,2 Millionen Euro und Arbeit/Wirtschaft/Kultur mit zwölf Millionen Euro. Die restlichen Gelder werden dem öffentlichen Personen- und Nahverkehr zur Verfügung gestellt.

„Wir schaffen das“
Die in Tirol lange Zeit praktizierte „schwarze Null“, also keine Neuverschuldung, ist aufgrund der nötigen Corona-Hilfen vom Tisch. Das gesamte Ausmaß des notwendigen finanziellen Rahmens im Zuge der Krise konnte und wollte der Landeshauptmann vorerst nicht abschätzen, aber: „Wir in Tirol schaffen das“. Schließlich habe man eine gute Basis gelegt, indem lange Zeit ordentlich gewirtschaftet worden sei.

Unterstützung der Banken erwartet
Indes kündigte Platter für Mittwoch ein Gespräch mit den führenden Banken des Landes an. Dabei soll es um die Zwischenfinanzierung der Kurzarbeit für die Unternehmen gehen. „Ich erwarte mir hier Unterstützung der Banken“, betonte der Landeschef. Schließlich habe man diese auch im Jahr 2008 im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise massiv unterstützt. Deshalb sei auch vonseiten der Institute nunmehr „Solidarität notwendig“.Bildungs- und Arbeitslandesrätin Beate Palfrader (ÖVP) berichtete, dass in offensichtlich allen Gemeinden die Elternbeiträge, was die öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen betrifft, ausgesetzt worden sind. Das Land werde hier das nötige Geld zuschießen. Auch der Wegfall der Beiträge bei den privaten Einrichtungen werde ermöglicht - durch einen vom Land aufgesetzten Fonds über 1,5 Millionen Euro. Zudem kündigte Palfrader für ihren Aufgabenbereich einen Kultur-Soforthilfefonds an, der mit 4,5 Millionen Euro gefüllt werden soll.

Dringender Appell an alle Eltern
Unterdessen scheint die Zahl der zu betreuenden Kinder in den Kinderbetreuungseinrichtungen abseits der Schulen wieder zu steigen. In den März-Wochen sei man noch bei rund 200 tirolweit gelegen, für die Karwoche ging das Land von 350 aus. Dies sei eine Herausforderung, räumte Palfrader ein und rechnete mit weiter steigenden Zahlen. Man müsse gewappnet sein, meinte sie und richtete gleichzeitig einen Appell an die Eltern: „Bitte betreuen sie ihre Kinder so lange es geht zu Hause!“

Treueprämie für Öffi-Stammkunden
Verkehrslandesrätin LHStv. Ingrid Felipe (Grüne) wartete ihrerseits mit einer Entlastung für Öffi-Kunden auf. Stammkunden des Verkehrs Verbundes Tirol (VVT) erhalten eine zehnprozentige Treueprämie für die nächste Jahreskarte. Studenten kommen indes in den Genuss von 20 Prozent. Soziallandesrätin Gabriele Fischer (Grüne) versicherte indes den Trägern in ihrem Bereich finanzielle Unterstützung, auch der Mehraufwand für Beratungsarbeit soll abgegolten werden. Unterstützungen gebe es auch bei der Behinderten- sowie Kinder- und Jugendhilfe.

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