Schlechter als erwartet ist die Weinernte des vergangenen Jahres in Niederösterreich ausgefallen. Das kalte Frühjahr hat die Menge der Trauben reduziert und bedingte ein Minus von satten zwölf Prozent gegenüber 2018. Immerhin: Der heiße Sommer sorgte dann dafür, dass der 2019er-Jahrgang zumindest Top-Qualität hat.
Der kälteste Mai seit mehr als zwei Jahrzehnten hatte im vergangenen Jahr die Entwicklung der Trauben verzögert. Dass die Sommermonate heiß und trocken verliefen, sorgte für kleinere und weniger Trauben. Die Folge: Die Ernte brachte ein Ergebnis von 1,5 Millionen Hektoliter, zwölf Prozent weniger als 2018.
Im Detail waren die Rückgänge bei Rotweinen mit 19 Prozent gravierender als bei den Weißen mit minus zehn Prozent. Am stärksten betroffen war die Thermenregion, wo nahezu ein Viertel der Erträge im Vergleich zu 2018 ausfiel, gefolgt von Kamptal mit 22 Prozent und Kremstal mit 19 Prozent. Geringere Rückgänge verzeichnete man im Weinviertel. Hier wurden sieben Prozent weniger geerntet. Nahezu verschont blieb die Wachau mit Einbußen von zwei Prozent gegenüber 2018.
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