30.01.2020 08:55 |

Satter Anstieg

Facebook wächst auf 2,5 Milliarden aktive Nutzer

Facebook hat im vergangenen Quartal die Marke von 2,5 Milliarden aktiven Nutzern erreicht und wächst weiter schnell. Doch auch die Kosten steigen, unter anderem weil das Netzwerk immer mehr Mitarbeiter braucht. Zudem erschweren Datenschutz-Regeln wie die DSGVO das Werbegeschäft.

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Nach einem Zuwachs von 50 Millionen binnen drei Monaten erreichte die Zahl mindestens einmal im Monat aktiver Nutzer 2,5 Milliarden. Täglich kamen im vergangenen Quartal 1,66 Milliarden Nutzer zu Facebook. Zusammen mit anderen Apps wie etwa Instagram oder WhatsApp kommt der Konzern auf 2,89 Milliarden Nutzer im Monat.

In den USA machte Facebook im vergangenen Quartal einen durchschnittlichen Erlös pro Nutzer von 41,41 Dollar, fast ausschließlich durch Werbung. Das war ein deutlicher Sprung von den 34,55 Dollar drei Monate zuvor. In Europa lag der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer lediglich bei 13,21 Dollar.

Zugleich räumte Facebook ein, dass Regeln wie die Europäische Datenschutz-Grundverordnung oder das ähnliche neue Datenschutzgesetz in Kalifornien es zum Teil schwieriger machten, Anzeigen zu personalisieren und ihre Effizienz zu messen.

Facebook legt Klage mit Millionenzahlung bei
Mit den Quartalszahlen gab Facebook auch eine Zahlung von 550 Millionen Dollar im US-Bundesstaat Illinois für die Beilegung einer Verbraucher-Sammelklage wegen seiner Gesichtserkennungs-Funktion bekannt. Die Kläger hatten Facebook vorgeworfen, gegen lokale Gesetze verstoßen zu haben, weil biometrische Daten ohne Wissen der Nutzer erhoben worden seien. Die Funktion schlägt Namen von Facebook-Freunden zum Markieren in Fotos vor.

Zuckerberg will Facebook-Positionen offensiver vertreten
Facebooks Gründer und Chef Mark Zuckerberg kündigte an, er wolle die Positionen des Online-Netzwerks offensiver vertreten. „Mein Ziel für das nächste Jahrzehnt ist es nicht, gemocht, sondern verstanden zu werden“, sagte er in einer Telefonkonferenz mit Analysten. „Damit man Vertrauen gewinnen kann, müssen die Leute wissen, wofür man steht.“

So wolle Facebook verstärkt die Redefreiheit, die Verschlüsselung und sein werbebasiertes Geschäftsmodell verteidigen. Dem Netzwerk wird unter anderem vorgeworfen, zu viele Daten für die Personalisierung der Anzeigen zu sammeln und Nutzer länger auf der Plattform halten zu wollen, um ihnen mehr Werbung einzublenden.

Im Schlussquartal 2019 stieg der Umsatz im Jahresvergleich um ein Viertel auf gut 21 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte zugleich um vergleichsweise moderate sieben Prozent auf 7,35 Milliarden Dollar zu.

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