27.01.2020 13:00 |

Rauchwolken vermeiden

Expertentipps für das richtige Heizen mit Öfen

Holz gilt zwar als klimafreundlicher Energieträger, dennoch ist der Hausbrand in vielen Dörfern Tirols Hauptursache für schlechte Luft - in Form von dichten Rauchschwaden für jeden deutlich sicht- und riechbar. Abfallverbrennung in Öfen ist verboten, klären Land und Gemeinden in Broschüren über richtiges Heizen auf.

Heizen mit Holz ist in den Wintermonaten neben Verkehr und Industrie eine wesentliche Ursache für hohe Schadstoffbelastung. Besonders dichte Rauchentwicklung entsteht beim unsachgemäßen Anfeuern von Einzelöfen. Das Land Tirol hat aus diesem Grund Broschüren über „das richtiges Heizen mit Holz“ zusammengestellt und dezidiert darauf hingewiesen, dass Abfallverbrennung im Ofen per Gesetz verboten ist.

Hohe Luftbelastung 
„Falsches Heizen mit Holz verursacht hohe Kosten durch geringeren Wärmegewinn, belastet die Atemluft durch gesundheitsgefährdende Schadstoffe, allen voran durch Feinstaub, schädigt Ofen und Kamin durch Kondensate und Ablagerungen von Ruß und Teeren und kann im schlimmsten Fall zu einem unkontrollierten Kaminbrand führen“, heißt es von Seiten der Experten. Doch wie geht richtiges Heizen eigentlich?

So schnell wie möglich hohe Temperatur erreichen
Für eine schadstoffarme Verbrennung sollten in händisch beschickten Einzelöfen wie Kamin- und Kachelöfen „so schnell wie möglich hohe Temperaturen erreicht werden“. Denn erst bei ausreichend hohen Temperaturen wird die Bildung von Schadstoffen im Rauchgas minimiert.

Anzündhilfe auf den Brennholzstapel legen
Experten empfehlen, die Anzündhilfe dafür nicht unter, sondern auf den Brennholzstapel zu legen und darüber gekreuzt Holzspäne bzw. Anzündholz zu platzieren. Dann von oben mit ausreichend Luftzufuhr anzünden. Dadurch entstehen rasch helle, hohe Flammen, und ein kräftiges Feuer garantiert einen guten Abbrand. „Die Luftzufuhr sollte erst gedrosselt werden, wenn sich ein schöner Glutstock gebildet hat. Bei entsprechendem Betrieb ist die zurückbleibende Asche weiß bzw. hellgrau. Ständig verrußtes Glas und bei Kaminöfen und schwarze Brennkammerwände weisen auf falsches Heizen hin.“

Laut Tiroler Heizanlagenverordnung darf ausschließlich unbehandeltes und trockenes Holz mit einem Wassergehalt von weniger als 25% verwendet werden. Behandeltes Holz (z.B. Spanplatten), Alt- oder Bauholz gilt als Abfall und darf ebenso wie Plastik oder Hausmüll nicht verbrannt werden.  

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