02.01.2020 09:00 |

Mehr als 2018

37 Verkehrstote im Jahr 2019 in Tirol

37 Menschen starben 2019 bei Verkehrsunfällen in Tirol – um eine Person mehr als im Jahr zuvor. Verglichen mit 2017 gab es sogar um acht Verkehrstote mehr. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) fordert daher verstärkte Maßnahmen gegen die Hauptunfallursachen zu hohes Tempo und Ablenkung am Steuer.

Auch österreichweit nahm die Zahl der Verkehrstoten leicht zu – von 409 auf 410. Besonders alarmierend ist der massive Anstieg tödlicher Verkehrsunfälle mit Kindern. 2019 kamen österreichweit 16 Kinder im Straßenverkehr ums Leben – gleich mehr als fünfmal so viele wie im Jahr 2018!

Österreich sei somit sehr weit von seinen Verkehrssicherheitszielen entfernt. „Auf Bundesebene muss deutlich stärker als bisher gegen die Hauptursachen der tödlichen Unfälle vorgegangen werden“, fordert VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Die Ursachen: zum einen zu hohes Tempo, zum anderen Ablenkung und Unachtsamkeit am Steuer.

Schweiz als Vorbild
Vorbild könne laut Gratzer die benachbarte Schweiz sein, wo nur halb so viele Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben kommen wie in Österreich. „In der Schweiz gelten niedrigere Tempolimits wie Tempo 80 auf Freilandstraßen und 120 auf Autobahnen. Dazu erhöhen zahlreiche Begegnungszonen und Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung die Verkehrssicherheit“, meint Gratzer. Zudem gebe es in der Schweiz keine Toleranzgrenze beim Überschreiten von Tempolimits. „Diese Maßnahmen würden auch in Österreich viele Menschenleben retten“, glaubt der VCÖ-Sprecher.

Die Schweiz profitiere außerdem von einem dichten Bahnnetz. „Ein dichteres öffentliches Verkehrsnetz mit häufigeren Verbindungen bringt Österreich auch seinen Verkehrssicherheitszielen näher“, betont Gratzer. Er sieht die kommende Bundesregierung gefordert, mehr als bisher in den Ausbau und die Verbesserung des öffentlichen Verkehrs zu investieren.

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