Brett Holman (11.) brachte Australien im Royal-Bafokeng-Stadion von Rustenburg nach einem Patzer von Ghanas Torhüter Richard Kingson früh in Führung. Nach einem Freistoß von Mark Bresciano schlug der Keeper der Afrikaner dem neu ins Team gekommenen Offensivmann den Ball vor die Füße, dieser ließ sich die Chance nicht entgehen. Der beim englischen Klub Wigan unter Vertrag stehende Kingson setzte damit die Serie von Torhüterfehlern in Südafrika fort.
Die Führung der Australier währte allerdings nicht lange. Nachdem die Defensive der "Aussies" einen Ball vertändelt hatte, wehrte harry Kewell einen Schuss von Jonathan Mensah mit dem Oberarm auf der Linie ab. Der italienische Referee Roberto Rosetti, der 2008 das EM-Finale in Wien geleitet hatte, zögerte keinen Moment, zeigte Kewell die Rote Karte und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Asamoah Gyan (25.) verwandelte den Strafstoß sicher, zu mehr reichte es für Ghana allerdings nicht mehr.
Ghana gelingt kein zweiter Treffer
Mit einem Mann mehr blieben die ohne ihren angeschlagenen Kapitän John Mensah angetretenen Ghanaer aufgrund ihrer Zweikampfstärke zwar feldüberlegen, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Auch fehlte der letzte Wille, mit einem zweiten Treffer die Vorentscheidung zu erzwingen. Gyan (50., 60.) probierte es aus der Distanz, in den Strafraum konnten sich die Mannschaft von Trainer Milovan Rajevac aber kaum mehr kombinieren.
Australiens Spiel war zu statisch auf hohe Bälle in den Strafraum zugeschnitten. Erst ein Kopfball des Sekunden zuvor eingewechselten Scott Chipperfield (67.) sorgte für ein Raunen unter den zahlreichen in Gelb gewandeten Fans der "Socceroos". Mit der Hereinnahme von Joshua Kennedy ging ein weiterer Ruck durch die australische Mannschaft. Ghanas Defensive wackelte nun bedenklich, bei der größten Möglichkeit der Australier machte Kingson mit einer Parade gegen Luke Wilkshire (72.) seinen Fehler aber mehr als gut.
Ghana genügt gegen Deutschland ein Punkt
Vor der abschließenden Runde am Mittwochabend (20.30 Uhr) führt Ghana die Tabelle mit vier Punkten vor Deutschland und Serbien (je 3) sowie Australien (1) an. Den Westafrikanern genügt damit bereits ein Punkt gegen die Deutschen, um wie vor vier Jahren den Aufstieg ins WM-Achtelfinale perfekt zu machen.
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