Rund um Weihnachten hat Alkohol Saison! Ob Punsch oder Sekt, derzeit gibt es das Genussmittel bei jeder Feier. Gerade in diesen für viele emotional wie körperlich stressigen Zeit setzen viele den Konsum als „Beruhigungsmittel“ ein. Doch die Entspannung hält nur kurz an – und tröstet keinesfalls die Seele.
Vielen Österreichern hilft ein Drink, in dieser stressigen und emotionalen Zeit „runterzukommen“ und sich zu entspannen. Und sie haben recht - zumindest für den Moment. Denn kurz lassen sich mit Alkohol tatsächlich seelische Spannungen betäuben. Braucht man jedoch regelmäßig ein Bier oder den Prosecco, um sich zu entspannen, kann das in einer Abwärtsspirale aus Sucht, Burn-out sowie Depression enden. Und auf Dauer verstärkt sich damit das überspielte Überlastungssyndrom, was weiteren Alkoholkonsum und - dadurch ausgelöst - noch mehr psychische Probleme nach sich zieht.
Alkohol als Spannungslöser
Alkohol stellt tatsächlich das am häufigsten angewandte „Beruhigungsmedikament“ dar. Gerade für depressive Menschen und vor allem jetzt in der Weihnachtszeit fungieren diese Getränke als Spannungs- und Angstlöser. Ihr Konsum wird mitunter sogar als euphorisierend empfunden. Ab dem zweiten bis dritten Glas setzt eine körperlich wie seelisch analgetische (schmerzlindernde) Wirkung ein, was viele als angenehm empfinden.
Das Problem: Alkohol wirkt höchstens kurze Zeit, mittel- und langfristig verschlimmert er nur das der Sucht zugrunde liegende Problem, in vielen Fällen nämlich Depressionen und Angststörungen. (70 Prozent jener Patienten, die aufgrund von Alkoholsucht behandelt werden, leiden auch an diesen Krankheiten.) Durch seine depressiogene Wirkung verstärkt er in Wahrheit traurig machende Zustände.
Hinzu kommt in Österreich die soziale Komponente. Viele Menschen trinken, um „dazuzugehören“. Außerdem stellt der Alkoholkonsum Teil des Alltags dar, das Problembewusstsein ist dementsprechend sehr gering.
Entspannung geht auch anders
Um Entspannung während der Feiertage zu finden, raten Experten, andere Routinen einzulernen, als immer nur zum Glas zu greifen. Um das Verlangen mental zur Seite zu schieben, ist eine Bewegungseinheit sinnvoll. Selbst ein kleiner Spaziergang entspannt Körper und Seele bereits. Eine schnelle Atemübung hilft ebenfalls dabei, „runterzukommen“: 4 Sekunden einatmen, den Atem 7 Sekunden halten, dann 8 Sekunden ausatmen. Mitzählen! Das beruhigt das Nervensystem.
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