Verletzungen vorbeugen

Unfälle drohen: So kommen Sie sicher auf den Berg

Gesund
28.04.2024 06:00

Jährlich verunglücken beim Wandern in den österreichischen Alpen etwa 1.600 Personen, davon über 100 tödlich. Ausrutschen zählt, gefolgt von Umknicken und Stolpern, zu den häufigsten Ursachen von Verletzungen am Berg, wenn es zu Stürzen kommt. Letztere machen inzwischen rund die Hälfte aller Unfälle beim Wandern aus.

Neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Verirren gilt Selbstüberschätzung und Erschöpfung als eine der größten Gefahren. Deshalb: Nicht schneller gehen, um andere zu überholen oder einen Gipfel unbedingt erreichen zu wollen, obwohl das Wetter zum Abbruch rät. Gefährliche Stellen aufmerksam und vorsichtig überwinden. Falls man in der Gruppe geht, immer auf den schwächsten Teilnehmer Rücksicht nehmen.

Wetterbericht einholen
Das Wetter kann im Gebirge plötzlich umschlagen. Regen und Schnee machen auch einfache Wege rutschig. Bei Gewitter exponierte Stellen verlassen, Drahtseilsicherung meiden. Bei Nebel stehen bleiben und warten, bis die Sicht besser wird, um sich neu orientieren zu können.

Richtige Ausrüstung wählen
Zum Wandern richtige Kleidung und gutes Schuhwerk mit fester Sohle wählen. Die Bergschuhe im Geschäft am besten mit dicken Socken, die den Fuß schützen, testen. Wenn möglich auf einer Schrägplatte. Dann merkt man, ob der Fuß beim Abwärtsgehen im Schuh nach vorne rutscht. Für kältere Witterung sollte man auch einen leichten Pullover und Regenschutz mit dabei haben.

Vorsicht, Überlastung!
Anstrengung und „dünne Luft“ können den Körper in Grenzzustände bringen. Erschöpfung macht den Tritt unsicher. Pausen einplanen. Nie alleine auf eine Bergtour! Außerdem sollte man immer eine Wanderkarte dabei haben, damit man sich nicht verirrt.

Das gehört in den Rucksack
Neben Regenschutz und einem T-Shirt zum Wechseln und einem Pulli sollten sich im Rucksack unbedingt auch folgende Dinge finden: genügend Trinkvorräte (Flaschen an Brunnen am Wegesrand nachfüllen), ein kleines Erste-Hilfe-Paket mit Bandagen, Pflastern, Schere, Notfalldecke und persönlichen Medikamenten. Da Schürfwunden und Zerrungen zu den häufigsten Wanderverletzungen gehören, kann man auch Wundsalben oder kühlende Sport-Gels einpacken.

Sollte es zu einer Verletzung kommen, gilt die sogenannte P.E.C.H.-Regel: Pause, Eis, Compression, Hochlegen.

  • P: Pause – Das verletzte Körperteil sollte sofort ruhiggestellt werden. Vermeiden Sie weitere Belastung und Bewegung, um die Verletzung nicht zu verschlimmern.
  • E: Eis – Kühlung der verletzten Stelle mit Eis oder einer kalten Kompresse. Dies hilft, Schwellungen und Schmerzen zu lindern. Wickeln Sie das Eis jedoch in ein Tuch und legen Sie es nicht direkt auf die Haut, um Erfrierungen zu vermeiden.

  • C: Compression – Kompression oder Druckverband anlegen, um die Schwellung zu minimieren und die Durchblutung zu regulieren.

  • H: Hochlagern – Das verletzte Körperteil sollte hochgelagert werden, idealerweise über Herzhöhe, um den Blutfluss zu verringern und Schwellungen zu reduzieren.

Die P.E.C.H.-Regel sollte in den ersten Stunden nach einer Verletzung angewendet werden, um die Heilung zu fördern und Schmerzen zu lindern. Wenn die Verletzung schwerwiegend ist, immer einen Arzt aufsuchen.

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