"Wir haben das Projekt im Vorfeld auf Herz und Nieren prüfen lassen", berichtet Plattner-Prokurist Michael Kirchmair. "Und es ist laut Experten genehmigungsfähig." Beispielsweise würden die gesetzlichen Mindestabstände (300 Meter) zu den umliegenden Gebäuden eingehalten. Zudem entspreche das Projekt auch naturschutz- und forsttechnischen Bestimmungen.
Vorbericht siehe Infobox!
Aber warum muss die Schottergrube mitten im Naherholungsgebiet von 7.500 Menschen liegen? Kirchmair: "Weil das die einzige Möglichkeit ist, wo man nicht durch eine Ortschaft fahren muss. Außerdem liegen in unmittelbarer Nähe zwei Aufbereitungsanlagen, die genehmigt und in Betrieb sind."
Abgebaut würden Granit und Gneis, die für Deichbau, Asphalt und Winter-Splitt gebraucht werden. "Vergleichbares Material ist ansonsten nur im hintersten Ötztal zu finden und müsste per Lkw herangeschafft werden."
Apropos Lkw: Im Höchstfall seien 79 Lkw-Fahrten zusätzlich pro Tag nötig, so Kirchmair. "Das fällt beim derzeitigen Verkehr von 574 Lkw pro Tag auf der Sellrainer Landesstraße kaum ins Gewicht." Die Grube selbst, bis zu 30 Meter tief, soll einen Erdwall als Sichtschutz erhalten. "Wir werden das Projekt nicht zurückziehen", kündigt Kirchmair an: "Die Behörde ist jetzt am Zug!"
von Philipp Neuner, Tiroler Krone
Symbolbild
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