7.500 Bürger der Region Kematen, Ranggen, Ober- und Unterperfuss wollte die Bürgerinitative gegen die geplante Schottergrube in der Region gewinnen. Und das dürfte im Ansatz auch geglückt sein: wegen eines befürchteten Ansturms sah sich die Bezirkshauptmannschaft Innsbruck-Land am Freitagnachmittag dazu gezwungen, die für Mittwoch in Kematen angesetzte mündliche Erörterung des bisherigen Verfahrens abzusagen.
Weil der große Kemater Gemeindesaal nur 300 Personen fasst, bestehe die Gefahr, "dass die bereits bisher der Behörde bekannten Parteien entsprechend ihren Rechten nicht oder nur unzureichend an der Veranstaltung teilnehmen werden können bzw. ihr Recht auf Stellungnahme oder umfassende Information über den Verfahrensstand nicht ausreichend ausüben können. Um damit allfälligen Verfahrensmängeln vorzubeugen war es erforderlich, die gegenständliche Veranstaltung abzuberaumen", heißt in dem Schreiben der Behörde, das an 37 beteiligte Parteien ergangen ist.
Das vorläufige Ergebnis des Ermittlungsverfahrens ist bereits sämtlichen Parteien im Postweg zugestellt worden. Die Frist für eine Stellungnahme ist bis 30. August verlängert. Ob und wann es einen Ersatztermin für diese Verhandlung gibt ist noch unklar.
Durch den Aufschub zusätzlich Zeit gewonnen
In einer ersten Reaktion sprach die Bürgerinitiative von einem "wichtigen Teilerfolg für uns. Erst der beeindruckende Rückhalt aus der Bevölkerung verlieh unseren Argumenten Gehör!"
Die Betreiberfirma betonte erneut, an dem Projekt festhalten zu wollen.
Weitere Details zum Projekt siehe Bericht in der Infobox!
von Philipp Neuner, Tiroler Krone
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