Kicken wie die Weltmeister - technisch und vom Tempo her sicherlich nicht, aber beim Einsatz stehen die Hobbykicker den Profi-Kollegen um nichts nach. Rund 120.000 Tiroler über 14 Jahre spielen in ihrer Freizeit mehr oder weniger regelmäßig Fußball.
Diese Tatsache fordert ihren Tribut. Rund 2.800 Tiroler - österreichweit sind es über 30.000 - verletzen sich alljährlich so schwer, dass sie sogar im Spital behandelt werden. Das geht aus einer aktuellen Statistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) hervor.
Fußball zählt damit nach Skifahren zu jenen Sportarten, bei der sich in Österreich die meisten Menschen verletzen. Vor allem Kinder und Jugendliche sind begeisterte Kicker - und das spiegelt sich auch in der Statistik wider: "Jeder zweite Verletzte ist jünger als 20 Jahre", sagt Norbert Blaha, Leiter des Tiroler KfV.
Die häufigsten Blessuren des Hobby-Kickers sind Sehnen- und Muskelverletzungen (36%) sowie Knochenbrüche (34%). Jeder zehnte Freizeitsportler zieht sich Prellungen zu. Klassische Verletzungen betreffen überwiegend das Knie (28%) sowie Fußgelenke und Knöchel (15%).
Der KfV appelliert an Fairplay und rät regelmäßig zu trainieren - nicht nur Matchsituationen, sondern vor allem auch Koordination. Außerdem sollte angemessene Schutzkleidung getragen werden.
Kronen Zeitung
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