15.11.2019 06:30 |

Wie aus dem Bilderbuch

Das Traumreiseziel Fidschi entdecken

Azurblaues Wasser, feinsandige Bilderbuchstrände, Sonne - die Südsee ist ein wahres Traumreiseziel, aber der noch größere Schatz sind die warmherzigen, freundlichen Insulaner, die immer ein Lächeln im Gesicht tragen!

Viel Meer, ein bisschen Land, um genau zu sein 333 Inseln. Der Archipel ist riesig, besteht aus zwei großen Inseln Viti Levu mit der Hauptstadt Suva und Vanua Levu sowie verschiedenen Inselgruppen wie zum Beispiel die Mamanucas und Yasawas, die wir bei dieser Reise kennenlernen durften. Wundervolle Landschaften über und unter dem Meeresspiegel. 18.333 Quadratkilometer Gesamtlandfläche steht einer Seefläche von 1,290.000 Quadratkilometer gegenüber - nur um ein Gefühl für die unermessliche Weite des Ozeans zu bekommen

Am anderen Ende der Welt:
Die Anreise ist lang, sehr lang, doch als wir in Nadi, wo die meisten internationalen Flüge landen, ankommen, werden wir sehr herzlich mit einem Lächeln und einer Muschelkette begrüßt: Bula! Dieses Wort wird uns noch in Fleisch und Blut übergehen, denn es wird zu jeder Gelegenheit verwendet, zur Begrüßung, zum Zuprosten, einfach so. Es gibt sogar einen Bula-Pass, der preiswertes Inselhüpfen auf den Yasawas ermöglicht.

Dazu aber später, wir entspannen einmal zum Einstieg in unser Südsee-Erlebnis im Malamala Beach Club, einer kleinen Insel, die wir mit dem Speedboot nach einem kurzen Transfer von der Hauptinsel Viti Levu erreichen. Kokospalmen, umspült von azurblauem Wasser, sonnige Strände, alle Klischees vom Urlaubsparadies werden erfüllt, sogar Hängematten an schattigen Plätzen lassen sich finden, aber auch eine gute touristische Infrastruktur mit Musik und Partystimmung. Wir treffen Lance Seeto, Starkoch auf Fidschi, der uns einige seiner Küchengeheimnisse verrät, bevor wir köstlich speisen – mit Blick auf das Meer, versteht sich wohl von selbst. Siesta – eine kleine Pause im Liegestuhl vergeht viel zu schnell!

Tag zwei im Paradies beginnt mit einem Bootstransfer; steigt man bei uns ins Auto, macht man das hier per Boot. Sanfter Fahrtwind umweht die Nase, die Sonne streichelt die Haut, das Meer glänzt in vielen Blautönen, mit einem Wort - schon die Bootsfahrt ist ein kleines Erlebnis. Unser Ziel ist Malolo Island, wo das traumhaft schöne Six Senses Resort Fiji liegt. Die Villen sind in die natürliche Umgebung ideal eingebettet, die Umgebung ist ebenso perfekt wie der Service und die Nachhaltigkeit, die bei Six Senses nicht nur gepredigt, sondern tatsächlich gelebt wird - und das schon seit Anbeginn der Hotelgruppe, als es noch nicht zum Zeitgeist gehörte.

Plastik wird vermieden, der Luxus liegt nicht in goldenen Wasserhähnen, die Lebensmittel sind möglichst regional, hochwertig sowieso, in jedem Resort werden Hühner gehalten, deren Eier der Gast als Frühstücksei bekommt, immer gibt es einen Kräutergarten. Fangfrischer Fisch, exotische Früchte, gesundes Essen, es fühlt sich einfach gut an, so zu leben. Im Spa werden wohltuende Massagen und andere Behandlungen angeboten, ein Wellness-Check hilft auf die Sprünge zu einem ein wenig gesünderen Leben, so man den Urlaub für mehr Achtsamkeit sich selbst gegenüber nützen möchte.

Die Qual der Wahl – Sonnenbaden im Liegestuhl, ein Nickerchen unter Palmen mit der Brandung als Hintergrundgeräusch, ein Spaziergang am Strand – ein Tag kann so schnell vergehen, abends stehen Meke – ein traditioneller Tanz – mit einer Kava-Zeremonie auf dem Programm. Abgesehen vom Wasser einer noch jungen Kokosnuss gibt es auf den meisten pazifischen Inseln nur ein charakteristisches Getränk: Kava. Das Nationalgetränk aus der Wurzel des Pfefferstrauchs wird in einem strengen Zeremoniell gereicht, es gilt als Ehre, es angeboten zu bekommen.

Wie zur Begrüßung so auch zum Abschied wird gesungen, der Rhythmus ist den Insulanern im Blut. Wir müssen weiter. Bula, auf Wiedersehen! Ein Boot bringt uns zu einer Insel, ein anderes Boot wiederum zum Yasawa Flyer, der wie ein Bus die verschiedenen Inseln der Yasawa-Gruppe täglich ansteuert. Die Haltestelle ist sozusagen mitten im Meer, das Gepäck wird auf dem Katamaran verstaut, während wir genauso wie andere Passagiere Platz auf dem Aussichtsdeck suchen. Der Tourismus spielt für die Ökonomie auf Fidschi die wichtigste Rolle, es gibt Resorts für alle Preisklassen, auch Rucksackreisende und Individualisten finden ein breites Angebot – diese Vielfalt lässt sich spüren bei unserer Weiterreise zur „MV Reef Endeavour“ von Captain Cook Cruises.

Wer die Fidschis per Schiff erkunden möchte, kann dies in einer drei-, vier- oder siebentägigen Kreuzfahrt sehr authentisch erleben. Unser Schiff, die „Reef Endeavour“, ist in einer überschaubaren Größe, maximal 130 Passagiere, die meisten aus Neuseeland und Australien, was so viel heißt wie die Stimmung an Bord ist sehr entspannt. Das Programm ist abwechslungsreich, Wassersportaktivitäten wie Schwimmen oder Schnorcheln an den schönsten Stränden der Welt stehen auf der Tagesordnung.

Die Inseln im Westen gelten als Traumrevier für Wassersportler, der Hollywood-Klassiker „Die Blaue Lagune“, an den man sich hauptsächlich ob ihrer außergewöhnlichen Landschaftsaufnahmen erinnert, wurde hier zweimal verfilmt (1949 sowie 1980 mit Brooke Shields und Christopher Atkins), der Drehort war jedes Mal derselbe: Nanuya Levu, ein Inselparadies im Zentrum der Yasawa-Gruppe.

Tatsächlich kommt man sich vor wie im Film, es ist so schön, dass es fast unwirklich ist. Ein einmaliges Erlebnis ist auch das Schwimmen in der mystischen Sawa-I-Lau-Höhle oder der Besuch einer lokalen Schule, wo einem wieder die unglaubliche Freundlichkeit der einheimischen Bevölkerung besonders in Erinnerung bleiben wird. Die Ausflüge sind vielfältig, so wird abends auch einmal im Dorf Gunu ein traditionelles Festessen (Lovo) mit kulturellem Tanz (Meke) angeboten - auch hier: legendäre Gastlichkeit! Im Dorf leben die Menschen einfach, es gibt auch keinen elektrischen Strom, den erzeugt ein vom Schiff mitgebrachter Generator - der Mist, der bei unserem Abendessen anfällt, wird übrigens mitgenommen.

Plastik ist auch auf Fidschi ein Thema, ebenso wie die Klimaveränderung, die im fragilen Ökosystem eines Korallenriffs sehr schnell feststellbar ist (Korallenbleiche), der Temperaturanstieg des Meeres wirkt sich unmittelbar auf die Fischbestände aus, zahlreiche Inseln sind vom steigenden Meeresspiegel bedroht. Während anderswo darüber diskutiert wird, leiden die Bewohner der Pazifikinseln schon heute unter den Folgen des Klimawandels – bestätigt wird uns das auch von Daniel und Michelle, zwei NGOs (www.protectorofparadise.com), die wir an Bord des Yasawa Flyers treffen. Es ist das Thema der Stunde, auch Meeresbiologin Amelia, die an Bord der „Reef Endeavour“ arbeitet, betreibt Aufklärung. Nun ist auch bekannt, dass das Flugzeug das mit Abstand klimaunverträglichste Verkehrsmittel ist – doch für Reisen in den Südpazifik lässt sich keine Alternative finden. Verzichten? Reisen bildet, erweitert den Horizont – wer seinen Beitrag für den Klimaschutz leisten möchte, kann sich um seinen eigenen Emissionsausgleich kümmern, z. B. unter www.climateaustria.at/co2-kompensation.html

Andrea Thomas, Kronen Zeitung

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