03.11.2019 10:30 |

Walchseer traf Retter

Tesla-Unfall: „Ohne dich wäre ich verbrannt“

Es ging um Sekunden! Der Walchseer Dominik Freymuth krachte am 4. Oktober mit seinem Tesla bei Kössen gegen einen Baum. Der 57-Jährige hing verletzt im Gurt fest, als sich die Flammen immer mehr ausbreiteten! Zum mutigen Lebensretter wurde der nachkommende Josef Blösl. Nun trafen sich beide mit der „Krone“.

102.000 Euro, 498 PS, Allrad – mit dem Tesla-Modell S 85 D hatte sich der Walchseer Dominik Freymuth einen Wunsch erfüllt. Und als Hausverwalter in München wollte er mit dem E-Auto für die drohenden Fahrverbote in der Innenstadt gerüstet sein.

Zum Handschuhfach gebückt
Das Verhängnis nahm am 4. Oktober gegen 9.15 Uhr auf der Bundesstraße bei Kössen-Bichlach seinen Lauf: „Ich hatte Hustenreiz und mich für ein Zuckerl zum Handschuhfach gebückt. Währenddessen sollte auf der Geraden der Autopilot übernehmen. Plötzlich war ich auf der Gegenseite, riss zu stark am Lenkrad – und krachte mit 60 km/h gegen einen Baum!“ Wurzel des Übels war, dass der 57-Jährige nur glaubte, den Autopiloten-Knopf gedrückt zu haben. Dann ging alles blitzschnell: „Ich sah vorne Rauch und Flammen, hing aber schräg im Gurt fest – in diesem Moment schoss mir durch den Kopf, dass ich hier nicht mehr rauskommen könnte . . .“

Retter zögerte nicht
In dieser Sekunde stoppte der nachfolgende Josef Blösl seinen Pkw, sah den Rauch, den benommenen Fahrer. „Ich bin hinein ins Auto – da gab es einen Knall, wie wenn ein Schütze neben mir geschossen hätte!“ Der 70-Jährige schreckte ein, zwei Meter zurück – um sich dann erneut ins verrauchte Innere zu wagen. „Jetzt sind wir bald beide im Himmel, habe ich mir noch gedacht.“ Dann konnte Blösl den Gurt lösen und den Fahrer herauszerren. „Alleine hätte ich’s nicht geschafft, meine Beine sind dann ja weggeknickt“, erinnert sich Freymuth. 14 Tage lang lag er mit Serienrippenbrüchen usw. im Spital. Danach dankte er seinem Lebensretter, den er schon vorher gekannt hatte – man wohnt in Walchsee nur 1,5 Kilometer voneinander entfernt.

„Keine Elektrofahrzeug mehr“
Freymuth weiß bis heute nicht, warum sein Tesla so schnell in Flammen aufging. „Ich habe alles meinem Anwalt übergeben.“ Das Kapitel E-Auto ist für ihn beendet: „Noch einmal so ein Fahrzeug - da könnte ich meinem Retter nicht mehr in die Augen sehen.“ Indessen sieht die Experten-Welt prinzipiell keine erhöhte Brandgefahr durch E-Autos.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Tirol Wetter
3° / 5°
Regen
2° / 4°
Schneeregen
-0° / 3°
Schneeregen
2° / 4°
Schneeregen
2° / 4°
starker Regen

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen