Gruppeninspektor Haas versieht am Posten Zell am Ziller Dienst und ist der einzige Polizei-Diensthundeführer im Bezirk Schwaz. Entsprechend oft wird er mit seinem treuen Vierbeiner Titan - ein belgischer Schäferhund - zu heiklen Einsätzen gerufen, die weit über die Bezirksgrenzen hinaus führen.
"Einer meiner größten Erfolge war sicher die Aufspürung eines Bankräubers im Stubaital, der mit dem Rad geflüchtet war und sich in einem Wald unter Reisig versteckt hielt. Spektakulär war auch der Aufgriff von zwei Moldawiern in Fügen. Sie hatten österreichweit 47 Einbruchsdiebstähle begangen und die Bevölkerung verunsichert", erzählt Haas im "Krone"-Interview. Beim größten Rauschgiftfund im Zillertal wurden immerhin sechs Kilo sichergestellt.
Hartes Training mit beiden Vierbeinern - Diensthund Titan und „Privathund“ Don Quichote - ist für Hauser Pflicht. "In meinem Verein ÖGV Uderns habe ich mit Weltmeister Fritz Steiner einen idealen Trainingspartner. Sein Hund Aladin ist übrigens der Vater von Don Quichote. Die Tiere vertragen sich bestens und leisten Großartiges als Schutz-, Fährten- und Stöberhunde."
Seit dem Jahr 1990 bildet Hauser Hunde aus, wobei sein erster Polizeihund auf den Namen Ferro hörte: "Er war ein deutscher Schäferhund, der unheimlich begabt war. Als er zehn Jahre alt war, bekam er das Gnadenbrot, mit zwölfeinhalb Jahren musste ich ihn schweren Herzens einschläfern lassen."
Zwei Hunde parallel zu halten ist für Hauser kein Problem: "Ich habe eine Zwingeranlage mit Auslauf, teilweise sind die Hunde aber auch bei mir im Haus." Geschmückt ist dieses mit etlichen Pokalen, Gold von der Staatsmeisterschaft und zudem Medaillen aus aller Herren Länder.
von Günther Krauthackl, Tiroler Krone
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