23.09.2019 15:28 |

Zweite Frequenzauktion

Bonus-System soll 5G in entlegende Gebiete bringen

Mit einem „Bonus-System“ will die Telekombehörde RTR bei der Auktion der nächsten 5G Frequenzen die neue Technologie auch in bisher schlecht versorgte Gemeinden bringen. Eine Maximierung des Auktionserlöses sei hingegen ein „klares Nicht-Ziel“, so Telekom-Regulator Klaus Steinmaurer. Die Auktion soll wie geplant im Frühjahr 2020 stattfinden.

Oberstes Ziel der zweiten 5G Auktion sei die bestmögliche Versorgung der Bevölkerung mit 5G, erklärt Steinmaurer am Montag. In einer zweistufigen Auktion sollen die Frequenzen aus den Bereichen 700, 2100 und 1500 Megaherz versteigert werden, die sich besonders für eine großflächige Versorgung mit 5G eignen.

Danach soll ein Bonus-System die Netzanbindung von weniger profitablen Gegenden sicherstellen. Wenn sich Mobilfunkanbieter freiwillig dazu verpflichten, zusätzliche Katastralgemeinden mit 5G zu versorgen, sollen sie dafür einen Preisabschlag auf die zuvor ersteigerten Frequenzen erhalten.

„Beträchtliche“ Rabatte
Zur Finanzierung dieser Rabatte sei ein „beträchtlicher Anteil des Mindestgebotes“, „jedenfalls im zweistelligen Millionenbereich“ reserviert. Genauere Angaben machte Steinmaurer vorerst nicht. Als Mindestgebot für die Auktion setzt die RTR eine Summe von 295 Millionen Euro an.

Auktion für kommendes Frühjahr geplant
Die Ausschreibungsbedingungen sollen bis Oktober dieses Jahres, auch unter Einbeziehung der Netzbetreiber, finalisiert werden. Diese müssen dann noch vom zuständigen Verkehrsminister abgesegnet werden. Im Frühjahr 2020 soll dann die Auktion der 5G Frequenzen stattfinden. Der anstehende Regierungswechsel soll für die Einhaltung dieses Zeitplans voraussichtlich kein Hindernis darstellen, erklärte Steinmaurer.

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