01.09.2019 06:00 |

Warm, etwas zu trocken

Auf Rekordsommer folgt nun ein goldener Herbst

Die heurige Sommersaison ließ die Temperaturrekorde purzeln. Es wurden mehr heiße Tage und tropische Nächte registriert. Die „Krone“ zieht eine Wetter-Bilanz - und gibt einen ersten Ausblick auf den nahenden Herbst.

Den Auftakt eines in mehrfacher Hinsicht rekordverdächtigen Sommer machte der Juni. Es war der trockenste und zugleich auch sonnigste der Messgeschichte. „Auch die beiden darauffolgenden Monate verzeichneten weniger Regen als im Mittel, wodurch den gesamten Sommer hinweg betrachtet rund 30 Prozent auf eine ausgeglichene Regenbilanz fehlten“, erklärt Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe des Wetterdienstes Ubimet.

30 Wetterstationen mit neuen Allzeitrekorden
Zudem wurden an knapp 30 Wetterstationen landesweit neue Allzeitrekorde aufgestellt, etwa am 30. Juni in Innsbruck mit 38,5 Grad. Auch Krems und Stockerau (Niederösterreich), Wien sowie Hermagor (Kärnten) übersprangen heuer die 38-Grad-Marke. Es gab weniger, aber dafür heftige Gewitter. Besonders markant dabei waren Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu acht Zentimetern, als der Himmel über Wildon im Bezirk Leibnitz (Steiermark) seine Schleusen öffnete.

Trockenster Ort mit nur 80 Litern pro Quadratmeter war diesen Sommer Brunn am Gebirge (NÖ). Mit 900 Sonnenstunden war die Operettengemeinde Mörbisch am Neusiedler See der ungetrübteste Ort.

Zweitwärmster Sommer in der Messgeschichte
Dieser Sommer geht als zweitwärmster in die Messgeschichte ein, der Rekord von 2003 wurde knapp verfehlt. An diese Temperaturen werden wir uns wohl gewöhnen müssen. Denn Studien prognostizieren für Mitteleuropa (bei einer globalen Erwärmung um 1,5 Grad) jedes zweite Jahr ähnliche Werte wie heuer.

Prognose: September bringt uns Trockenheit
Rechtzeitig zum Schulstart im Osten des Landes ist zunächst einmal Abkühlung in Sicht. Doch die Zeichen für einen goldenen Herbst stehen gut – dabei war schon der vergangene um zwei Grad zu warm. Der Trend geht in eine Richtung – es wird wärmer! Nach den aktuellen Prognosen steht uns erneut ein zu warmer und ein wenig zu trockener Herbst im Vergleich mit dem langjährigen Mittel bevor. Dazu muss man natürlich sagen, dass die Unsicherheiten von langfristigen Vorhersagen beträchtlich sind. „Diese Prognosen sind rein experimentell“, so Spatzierer abschließend.

Martina Münzer und Kathi Pirker, Kronen Zeitung

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