31.08.2019 08:54 |

Privates ausgeplaudert

Die Nächste: Trumps „Pförtnerin“ musste gehen

Und schon wieder ein Abgang im Weißen Haus: Die persönliche Assistentin von US-Präsident Donald Trump trat Medienberichten zufolge zurück, nachdem sie private Informationen über die Präsidentenfamilie samt Beleidigungen sowie Klatsch über Nachrichten-Anchors an Journalisten weitergegeben hatte. Der Präsident selbst sprach von einer „schlimmen Nacht“ der 28-Jährigen, die sie sehr bedauere. „Sie sagte, sie habe getrunken“, präsentierte Trump gleich eine Ausrede und gab der Presse die Schuld (siehe auch englisches Video oben).

Madeleine Westerhout habe Mitte August während Trumps Aufenthalt in New Jersey Journalisten zu einem Abendessen getroffen, berichtete unter anderem die „New York Times“. Dabei habe sie „nach ein paar Drinks“ vertrauliche Informationen weitergegeben, wovon Trump nun erfahren habe. Nach Angaben von CNN hatte die 28-Jährige bei dem Treffen nicht deutlich klargemacht, dass es sich um ein vertrauliches Gespräch „off the record“ handelte, über das Journalisten nicht berichten dürfen.

„Die Journalisten sind unehrlich“
Daraufhin reichte Westerhout, die Medienberichten zufolge gerade auf Urlaub ist, offenbar am Donnerstagabend auf Druck aus dem Weißen Haus ihren Rücktritt ein. Schuld an der ganzen Sache ist in Trumps Augen aber die Presse: „Die Journalisten sind unehrlich. Die ganzen Gespräche hätten vertraulich behandelt werden sollen.“ Aber der US-Präsident räumte auch ein, dass seine Assistentin gewisse Dinge, „die Menschen verletzt haben“, nicht hätte sagen sollen. 

Mit Beziehung zu Trump geprahlt
Ob zu diesen Dingen gehört, dass Trump sich Sorgen um das Gewicht und Aussehen seiner Tochter Tiffany mache und dass Westerhout gesagt haben soll, dass sie eine bessere Beziehung zu ihm habe als eben Tiffany und Trumps berühmtere Tochter Ivanka, sagte der Präsident bei dem Gespräch vor dem Weißen Haus nicht. Nur dass er Tiffany „liebe, sie sei großartig“, er werde mit ihr telefonieren. Auch ging er nicht auf Details ein, die Westerhout über Trumps Essgewohnheiten und seinen jüngsten Sohn Barron gesagt haben soll.

Westerhouts Büro liegt genau vor dem Oval Office, sie galt als Trumps „Pförtnerin“ bzw. „Gatekeeperin“ und war seit Beginn der Präsidentschaft seine Assistentin.

Vielzahl von Abgängen im Weißen Haus
Ihr Rücktritt reiht sich ein in eine Vielzahl von Abgängen im Weißen Haus seit der Amtsübernahme Trumps. Heuer waren es die Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen, der Direktor des Secret Service, Randolph Alles, der geschäftsführende Verteidigungsmnister Patrick Shanahan, Arbeitsminister Alexander Acosta und jüngst Geheimdienstkoordinator Can Coats.

Heike Reinthaller-Rindler
Heike Reinthaller-Rindler
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