12.08.2019 14:24 |

„Swatting“-Vorfall

„Fortnite“-Champ hat plötzlich Polizei vor der Tür

Erfolg macht offenbar Neider. Wohl so ist es zu erklären, dass keine zwei Wochen nach seinem drei Millionen Dollar schweren Einzelsieg bei der „Fortnite“-WM in New York plötzlich die Polizei vor der Tür von Kyle „Bugha“ Giersdorf stand. Der 16-Jährige aus dem US-Staat Pennsylvania war am Samstag dem in der Szene berühmt-berüchtigten „Swattting“ zum Opfer gefallen.

Beim „Swatting“ - abgeleitet vom Namen der US-Spezialeinheit SWAT - hetzen sich verfeindete Spieler gegenseitig Einsatzkommandos der Polizei auf den Hals, indem sie Notrufe fingieren und behaupten, der jeweils andere Gamer sei bewaffnet und gefährlich. In der Vergangenheit kam es dabei bereits zu einem Todesfall.

Plötzlich aufgehört
Jetzt erwischte es Kyle Giersdorf, besser bekannt als „Bugha“. Der frischgebackene „Fortnite“-Weltmeister war gerade auf der Spiele-Streamingplattform Twitch in ein Match mit anderen Gamern vertieft, als er plötzlich zu spielen aufhörte. „Hat er gerade inmitten des Spiels aufgehört?“, ist ein verwunderter Mitspieler in einem Mitschnitt des Vorfalls (siehe oben) zu hören. „SWAT?“, fragen sich bald darauf erste Zuschauer in den Kommentaren.

„Sie kamen mit Waffen rein, das ist beängstigend“, bestätigte „Bugha“ wenige Minuten später zurück im Spiel den „Swatting“-Verdacht. Demnach hatte er noch Glück: Einer der Polizisten habe ihn gekannt. „Das Internet ist verdammt verrückt“, kommentierte der „Fortnite“-Profi. Wer dem 16-Jährigen die Polizei auf den Hals hetzte, ist bislang unbekannt.

„Kein Streich“
Erst im April hatte US-Staatsanwalt Stephen McAllister anlässlich der Urteilsverkündung im Fall des sogenannten Wichita-Swatting, bei dem 2017 in der gleichnamigen Stadt im US-Staat Kansas ein Unbeteiligter erschossen worden war, betont, dass Swatting kein Streich sei. Als eine Art Witz Polizei und Notfallhelfer auf Grundlage völlig falscher Informationen zu jemandes Adresse zu schicken, zeuge von einer „unglaublichen Missachtung der Sicherheit anderer Menschen“, hatte er damals gesagt.

Seine Hoffnungen, „dass diese Anklage und diese langwierige Verurteilung (der Swatting-Anrufer war zu 20 Jahren Haft verurteilt worden, Anm.) eine starke Botschaft aussendet, die der rücksichtslosen Praxis des ‚Swatting‘ innerhalb der Gaming-Community sowie in jedem anderen Kontext ein Ende setzt“, dürften am vergangenen Wochenende allerdings zerschlagen worden sein.

 krone.at
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