„War nicht geplant“

Putzkraft (18) stahl 2 Polizeiwaffen - verurteilt!

„Gelegenheit macht Diebe“, meinte Verteidiger Manfred Fuchsbichler. Wie wahr: Ein 18-jähriger Lehrling einer Putzfirma stahl aus den unversperrten Waffenräumen von zwei oberösterreichischen Polizeidienststellen je eine Glock-Pistole. Nun wurde er in Linz wegen Diebstahl und unerlaubtem Waffenbesitz zu drei Monaten bedingter Haft nicht rechtskräftig verurteilt.

Der Angeklagte war - wie berichtet - mit seiner Oma zum Reinigen der Polizeiinspektion Sattledt eingeteilt. „Ich habe die Waffen gesehen und einfach mitgenommen. Es war nicht geplant“, sagte der junge Putzmann, der derzeit arbeitslos ist, vor Gericht aus. Mit einem Cousin veranstaltete er auch noch Schießübungen auf einem Feld.

Keine Diversion
Vor Gericht hoffte der junge Mann, der umfassend geständig war und dem es offenbar wirklich leid tat, was er angestellt hatte, auf eine Diversion - also Bußgeld ohne Vorstrafe. Richter Ralf Sigl: „Wir haben hier einen Schuldgehalt, der besondere Milde nicht rechtfertigt. Auch Reinigungskräfte unterliegen einem Vertrauensverhältnis.“ Zum Urteil - drei Monate bedingt - nahm sich der Angeklagte Bedenkzeit.

Disziplinarverfahren
Noch nicht abgeschlossen ist ein Disziplinarverfahren gegen einen Polizeibeamten (54), der nach dem Verschwinden der Polizeiwaffe behauptet hatte, er habe sie einem unbekannten Kollegen liehen. Auch als der Diebe gefasst war, blieb er bei dieser Aussage.

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