Eine Gefriertruhe und ein Kühlschrank mit Lebensmitteln waren beinahe das Einzige, das am Mittwoch aus den Überresten des gepachteten Jagglwies-Anwesens gerettet werden konnte. "Alles andere ist verbrannt, wir konnten gerade noch die angebundenen Kühe befreien. Unser zwölfjähriger Labradorhund ist verbrannt, von den Hühnern ist nur ein einziges entkommen", schildern Brigitte Winkler und ihre Tochter Viktoria (16). Am Mittwoch rauchte das verkohlte Heu noch immer.
Die erste Nacht verbrachten die Brandopfer in Breitenbach bei Hanspeter und Eva Haaser, denen das zerstörte Anwesen gehört. Nun soll die Übersiedlung in eine Gemeindewohnung beim Sportplatz erfolgen. "Dort ist wegen eines Todesfalls gerade eine Wohnung frei geworden", sagt Kundls Bürgermeister Anton Hoflacher. Auch ein Notfonds der Gemeinde, der durch Einnahmen beim Faschingsumzug gefüllt ist, ermöglicht eine unbürokratische Spende.
Die Hilfsbereitschaft ist generell groß: Die Caritas und der Pfarrer unterstützten die Familie. Die Chefin von Tochter Bettina (17), die in einem Bekleidungsgeschäft arbeitet, half ebenfalls. Die Gemeinde richtete ein Spendenkonto ein (Raika Kundl, Konto 13508, Bankleitzahl 36267).
von Andreas Moser, Tiroler Krone
Symbolbild
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